Gefjon die Göttin der Feldarbeit und Schutzherrin der Dänen

Gefjon

Die Göttin der Feldarbeit und Schutzherrin der Dänen

Gefjon (auch Gefion, Gefjun) stammt aus dem Geschlecht der Asen.

 Ihre Eltern sind nicht bekannt. Einst war sie mit einem ebenso unbekannten Riesen zusammen, mit dem sie vier Kinder in Gestalt von Ochsen zeugte. Später heiratete sie dann Skjöld, einen von Odins Söhnen, und begründete mit ihm zusammen den Stamm der Dänen. Außerdem gebaren sie einen Sohn; Bjar.

Gefjön gilt als die bodenständige Bäuerin unter den Asen. Ihr Symbol ist der Pflug; der für die Germanen von höchster Wichtigkeit war; zum Beispiel durchlüftet er den Ackerboden und lässt darin enthaltene, alte Pflanzenreste somit zu fruchtbarer Mutter-Erde werden. Außerdem können im aufgelockerten Boden die Keimlinge besser sprießen und Wasser hervorragend gespeichert werden. Den immensen Vorteil des Pfluges erkannten auch schon die Germanen. Durch ihn konnten sie so viel wie möglich aus dem Acker herausholen, was im kalten, rauen Norden sehr wichtig war. Daher verehrte man Gefjon, denn sie hatte dem Menschen den Pflug gebracht und weiht jedes Frühjahr die noch kahlen Felder im Land, auf dass dort Bald das goldene Korn wachsen wird. Ihr Name bedeutet übrigens “die Gebende”.

Des weiteren ist über sie zu erzählen; dass sie als besonders weise gilt. Sie soll sogar hellseherische Fähigkeiten haben, manche meinen auch, dass sie einen regen Kontakt mit den Nornen pflege – weswegen Odin großen Respekt vor ihr habe.
Fernab dessen ist sie auch eine Göttin des Todes, denn es heißt, dass alle Toten, die nie geheiratet hatten, in ihr Gefolge kommen. Manch einer will sie auch schon gesehen haben, wie sie durch das Land wanderte und dabei von einer Schar an Mädchen und Jungen begleitet wurde…

Eine alte Geschichte von Gefjon erzählt, wie sie einst von Odin gebeten wurde, nach Midgard zu reisen und neues Land zu entdecken, dass die Götter fruchtbar machen und den Menschen schenken könnten. Also packte die Asin ihre Sachen und wanderte hinaus in die Welt… eines Tages kam sie auf den prächtigen Hof des Königs Gylfi, der über den Stamm der Svear herrschte. Sie bat um Obdach für ein paar Nächte, und der weise König wollte es ihr gewähren – allerdings nur, wenn sie ihn und seine Feier-Gesellschaft gut unterhalten könne. Da stimmte Gefjon mit zarter, süßer Stimme ein altes asisches Bauernlied an, und alle Männer in der Met-Halle waren so begeistert, dass man ihr zujubelte und sie gerne bleiben ließ.

Wo man dann gemeinsam speiste und feierte, da erzählte die Göttin Gylfi davon, dass sie auf der Suche nach Land war. Der König, der der schönen Maid keinen Wunsch abschlagen konnte, wollte ihr ein Stück seines Stammes-Gebietes schenken – nach altem Brauch so viel, wie sie an einem Tag mit vier Ochsen pflügen könne. Fröhlich stimmte Gefjon ein – am nächsten Tag reiste sie schon wieder ab, doch versprach sie, in einigen Jahren wieder zu kommen, um Gylfis Versprechen wahrzunehmen.Gefion

Die Asin, von Haus aus fleißig, zog sodann in den fernen Osten. Dort, im kargen, rauen und furchtbar kalten Land Jotunheim, verführte die Schöne einen Riesen und verbrachte mit ihm die Nacht. Doch auch ihn verließ sie nach nur einer Nacht, denn sie brauchte lediglich sein Riesen-Blut in ihren Nachkommen – mehr nicht. Und so gebar Gefjon einige Monate später vier riesenhafte Kinder; alle in Gestalt eines gewaltigen und wilden Ochsen. Gefjon zog ihre Kinder zu noch größeren Tieren heran und gewöhnte sie an die harte Feldarbeit.

Nach ein paar Jahren also kehrte sie zurück an den Hof von König Gylfi und stellte sich nun bereit, Land zu pflügen. Gylfi war ein ehrenhafter Mann, der sein Wort hielt – selbst, als er die vier riesigen Ochsen der Göttin sah und sich bewusst wurde, dass er allerhand Land verlieren würde. Aber bestimmt musste er da erstmal gewaltig schlucken. 

Gefjon rammte ihren eisernen Pflug tief in die Erde und rief ihre Kinder zur Eile an. Und diese zogen mit wildester Kraft, und sie pflügten an einem Tag unglaublich viel Land. Wo sie entlang geschritten waren, da waren so tiefe Schluchten im Boden, dass sie sich mit Wasser füllten. Und so entstand ein weitläufiger See, fast so groß wie ein ganzes Meer, mitten im Stammesgebiet der Svear. Heute sagt man, dass es sich da um den See Mälaren in Schweden handelt… doch wahrscheinlicher ist es, dass der See Vänern gemeint ist.

Wie dem auch sei, Gefjöns riesenhafte Ochsen trugen Massen an Erde und Fels in ihrem Pflug fort, und als sie an die Küste kamen und den Schutt in das Meer warfen, da wuchsen die Unmengen aus dem Meer hinaus. Diese Unmengen Erde bilden heute die dänische Insel Seeland. Diese Insel reichte Gefjon völlig, und dankbar verabschiedete sie sich vom König Gylfi, der immer noch verdutzt am Ufer des schier endlosen See’s stand, da wo früher sein Stamm hauste.

Die Göttin dagegen setzte auf einem Schiff über nach Seeland und begann dort, Bäume und Getreide zu sähen. Nach wenigen Jahren schon war die Insel völlig ergrünt und stand in voller Blüte, und Gefjon versammelte die Asen dort, auf dass sie ihr Werk begutachten konnten. Und es stimmte; die Götter staunten nicht schlecht. Nun könne man es den Menschen schenken… doch welchen? darüber war man sich nicht ganz eins, und auch der weise Odin wusste da keinen klugen Richtspruch. Also überließ man auch dies der weisen Gefjon, die sich schon ihren Teil gedacht hatte. Sie heiratete einen der vielen Söhne Odins; Skjöld. Zusammen bauten sie sich einen prächtigen Hof auf Seeland, von wo aus sie beide die Insel beherrschen wollten. Außerdem gebaren sie einen Sohn; Bjar. Und mit ihm begründeten die beiden Götter den neues Stamm der Dänen, der im Laufe der folgenden Jahrtausende ganz Seeland und auch all die umliegenden Länder besiedelten und es zu großem Ruhm brachten…

Frigg die grosse Mutter

Frigg

Die grosse Mutter

Frigg (auch Frigga, Frick, Fri, Frija, Frea, Frau Holle, Perchta) stammt aus dem Geschlecht der Asen; sie wohnt im Haus Fensal, das in einem Moor in Asgard steht.

Ihr Vater ist nicht bekannt, doch ihre Mutter ist Jörd, die Mutter Erde. Ihr Gatte ist Odin, mit dem sie Balder, Tyr, Hödur, Hermor, Bragi und die Walküren gebar.

Friggs Mägde heißen Gna, Fulla, Sygn, Vara, Eira, Hlin, Lofn und Vjofn.
frig die große mutter
Frigg ist die heidnische Mutter-Göttin. Sie ist die Hüterin aller Frauen, insbesondere der Mütter. Zudem ist sie besonders beliebt bei Hausfrauen, denn sie ist auch die Göttin des guten Haushalts. Als große Mutter-Göttin untersteht ihr auch das Heil aller Familien, und sie ist die Göttin der Ehe.

Frigg hat den Menschen diverse Künste gebracht, die dann reines Frauen-Handwerk waren – darunter Stricken, Weben und Spinnen. Sie webt auch die Wolken, aus denen sie es auch mal gerne schneien lässt – daher ist sie auch eine Winter-Göttin und hat als solche in unseren Märchen bis heute als Frau Holle überlebt.

Die Menschen weihten ihr einst den Holunder, der seinen Namen von der großen Mutter hat (Holle -> Holler/Holunder).

Balder der Gott des Lichtes

Balder

Der Gott des Lichtes

Balder (auch Baldur, Bald, Palter, Bealdor, Bäldäg, Baldag, Balthaz) stammt aus dem Geschlecht der Asen; er wohnt halbjährig auf dem Hof Breidablik. Die andere Hälfte des Jahres lebt er in Helheim.Baldr

Seine Eltern sind Allvater Odin und Frigg, die große Mutter. Mit seiner Frau und Halbnichte Nanna hat Balder den Sohn Forseti. Seine Brüder heißen Hödur, Hermod und Bragi; zudem hat Balder durch das recht ausschweifende Liebesleben seines Vaters allerhand Halbbrüder – unter anderem Thor.

 Balder ist der Gott des Lichts. Er gibt der Sonne ihre Kraft, auf dass sie das Land erwärme und die Pflanzen sprießen lasse. Oft heißt es; er sei der schönste und strahlendste der Asen. Wenn Balder den Raum betritt, dann geht Heiterkeit und Freude durch die Leute. Er ist die Lichtgestalt Asgards, der von jedem gemocht wird.Die Pflanzen Baldrian, Kamille und Maiglöckchen sind ihm geweiht.

Doch Balder verbringt immer nur die erste Hälfte des Jahres in Asgard, die zweite tief unten in Helheim, dem reich der Toten, von wo aus er der Sonne keine Kraft geben kann… wie es dazu kam erzählt die folgende Sage:

Vor vielen Wintern wurde Balder von heftigen Albträumen geplagt. Nacht für Nacht um den Schlaf gebracht, suchte der gestresste Ase schließlich eine Völve – eine Schamanin – auf. Sie hörte sich sein Problem an und deutete den Traum: Balder werde bald sterben!
Schockiert eilte der Lichtgott darauf hin zurück nach Asgard, wo er seinen Eltern vom Problem berichtete. Gerade Frigg; seine Mutter, traf die üble Nachricht hart. Voller Trauer war sie, und ihr Herz schmerzte. Tage lang weinte sie, doch dann fiel sie einen Beschluss: Sie lief hinaus in die weite Welt. Durch jedes Land in jeden Wald und jedes Dorf ging sie. Allen Sachen, ob Mensch, Riese, Tier, Pflanze oder Stein, nahm sie den Eid ab, Balder nichts anzuhaben. Jedes Korn eines jeden Feldes fragte sie, und jeden Tropfen eines jeden Flusses, von der Quelle bis zum Meer. Nur ein kleiner Mistel-spross, noch grün und zart, erschien ihr als zu nichtig, um einem Gott etwas anhaben zu können.

Und so wurde Balder schier unverwundbar. Dieser Ruf eilte durch jedes Land und niemals wieder wagte es einer, Balder etwas anzuhaben. Irgendwann begannen die Asen jedoch, ihn zu testen. Sie piekten ihn erst oder zwickten ihn, doch weder verspürte Balder einen Schmerz, noch bekam er Wundmale. Auch als sie ihn mit Steinen und bewarfen, konnten die ihm nichts anhaben, ja nicht mal Schwerter oder Speere. Und Balder, der stand immer stolz da und stellte zur Schau, wie ihn nichts verletzen konnte. Alle Asen hatten einen Heiden-Spaß dabei…

Es geschah an einem 21. Juni. Die Götter waren gerade beim Spiel im Freien, feiernd, trinkend und Balder austestend. Etwas abseits der Feier-Gesellschaft stand Balders Bruder Hödur. Er war blind und konnte auch sonst nicht besonders viel. Da trat Loki an ihn heran und bot ihm an, doch am Spiel Teil zu haben. Doch wie, fragte der Blinde. Da bot ihm der Feuer-Gott Pfeil und Bogen an um auf Balder zu schießen. Hödur sagte da nicht nein, setzte an – Loki half ihm gar beim zielen – und schoss. Was er nicht wusste, war; dass die Pfeilspitze aus dem Mistel-Zweig war, den Frigg dereinst übergangen hatte. Doch es war eh schon zu spät… der Pfeil hatte Balder durchbohrt und der lichte Gott sank blutüberströmt zu Boden. Entsetzt eilten die Asen heran, Frigg und Nanna beugten sich über ihn, hielten ihn fest im Arme – doch sie alle konnten nichts mehr tun für ihn. Balders Geist fuhr nieder nach Helheim.

 Manch einer erzählt sich, dass es in Wahrheit Odin war, der schoss. Er soll sich als Hödur verkleidet haben und selber seinen Lieblings-Sohn getötet haben, weil er ihn bei sich in Walhall haben wollte. Aber daraus war dann ja nichts geworden…

Am Abend dann war bereits die Toten-Feier vorbereitet. Alle Asen und Wanen und auch diverse Riesen waren zusammen gekommen an einem weiten Strand. Balders Leichnam wurde auf einer Trage durch die Trauernden getragen und auf sein gewaltiges Schiff Ringhorn gelegt. Es stand an Land und sollte brennend in das Meer gerollt wurden, wo Balder ein gebührender Untergang erwarten sollte. Mit ihm wurde all sein Gut, seine besten Pferde und Waffen verbrannt, und auch seine Frau Nanna – an ihrer Trauer zu Grunde gegangen – ließ sich mit verbrennen, Seite an Seite mit ihrem bewunderten Gatten. Kurz vor der Prozession trat Odin noch ein letztes Mal an seinen Sohn heran. Er gab ihm seinen magischen Ring Draupnir mit auf den Weg und flüsterte ihm magische Zauberworte in’s Ohr. Danach weihte Thor den Toten mit seinem Hammer Mjölnir. Die Riesin Hyrrokin trat an das Schiff und stoß es gen Wasser – es rollte so schnell über die Baumstämme, dass jene Feuer fangen und das Schiff samt der Ladung entfachten. Es platschte in’s Wasser, und Thor trat noch eben einen nervigen Zwerg, der ihm um die Beine getänzelt war, durch die Lüfte in die Flammen. Und da nun trieb das Totenschiff. Brennend, dem lichten Balder die letzte Ehre erweisend.

Tags darauf war trübe, gedrückte Stimmung in Asgard. Doch die Götter verweilten nicht tatenlos! Balders Bruder Hermod ritt aus, um seinen Bruder aus Helheim wieder zu holen. Er hatte dafür von seinem Vater extra das achtbeinige Sturmross Sleipnir bekommen.
Odin dagegen hatte ganz andere Pläne. Er wanderte fort nach Midgard; in die Welt der Menschen. Im kalten Land, wo der Stamm der Rus siedelte, hauste eine Riesin namens Rinda. Der Allvater stellte sich ihr als der Krieger Roster vor und forderte sie heraus. Die Rus.Riesin, die den Kampf liebte, willigte ein und schlug Odin nieder – auch bei der Revange. Dieser hatte in der kriegerischen Frau sein Ziel gefunden. Einige Tage später kehrte Odin zu Rinda’s Hof zurück; verkleidet als die Völve Wecha. Er bot der Riesin an; ihre Krankheit, die sie gerade erst befallen hatte, zu heilen. Die Medizin würde jedoch eine aggressiv machende Nebenwirkung haben. Rinda, die der alten Frau vertraute, ließ sich daher eigenwillig an ihr Bett fesseln – Hauptsache, sie werde wieder gesund. An’s Bett gefesselt offenbarte Odin jedoch sein wahres Gesicht, fiel über die wehrlose Riesin her und vergewaltigte sie. Manch anderer erzählt sich allerdings auch, dass er sie nicht fesselte, sondern mittels eines Zaubers gefügig machte; so dass sie von ganz alleine mit ihm schlief. Wie dem auch sei; nach 9 Monaten stand der alte Einäugige zum dritten Mal vor Rindas Tür – und holte das Neugeborene. In Asgard wuchs der Knabe durch die heiligen Speisen und Tränke der Götter binnen eines Tages zum Mann heran. Man nannte ihn Vali und er war ebenso streitlustig und kräftig wie seine Mutter. Da hetzte ihn Odin auf Hödur, der seine Tat immer noch bereute. Doch das half nichts; Vali erschlug den Blinden, der darauf hin ebenfalls gen Helheim nieder fuhr. Somit hatte Odin wieder ein Gleichgewicht der Ehre hergestellt, so wie es das alte germanische Recht verlangte.

Währenddessen war Hermod in Helheim angekommen. Den Totenstrom Gjöll hatte er überquert gehabt, durch das einzige Tor im Zaun Helgrind, der Helheim umgibt, war er geritten und durch das zwielichtige Land der Toten gereist. Am Hofe der Göttin Hel bat er um ein Gespräch, und seine einsame Cousine kam sogleich zu ihm. Hermod fragte, ob es eine Möglichkeit gäbe, dass Balder das Totenland wieder verlassen könne. Doch in der Hinsicht war Hel selbst untröstlich, auch wenn sie ihrem Besuch sonst jeden Wunsch gewährte, war es doch so einsam als halb entstellte Herrin der Toten. “Nur”, so die Göttin, “wenn eine jede Sache in der Welt wahrlich um ihn trauert, kann Balder mein Land verlassen. Jedes Wesen, jede Pflanze, jeder Stein, jedes Tröpfchen Wasser.” Das nickte Hermod ab und machte sich sofort wieder auf den Weg gen Asgard.

Dort berichtete er ausführlich den Asen. Alle schöpften sie Hoffnung, dass ihr Geliebter Balder bald wieder unter ihnen sein könnte. Und so sattelten sie alle ihre Pferde oder nahmen ihre Wanderstöcke und reisten hinaus in die Welt. In jeden Winkel eines jeden Landes gingen die Asen; es war wahrlich ein Unterfangen, wie es die Welt noch nicht gesehen hatte. Und wahrlich alles, was oder wer ihnen begegnete, wurde gefragt, ob es um Balder trauerte. Und alle Menschen, alle Riesen, alle Elfen und Zwerge, Steine, Gräser, Wassertropfen, ja sogar der kleine Mistelzweig, bekundeten ihr Beileid. Nur als ein Ase eines Tages zu einer alten, grantigen Frau namens Thökk kam, sagte jene; dass Balder sie nicht interessiere. Entsetzt fuhr da der Ase auf, doch die Greisin blieb dabei. Und so scheiterte schließlich das Unterfangen, Balder wieder aus Helheim zu den Göttern zu holen.

Manche Asen vermuteten später; Loki habe sich als Thökk ausgegeben – doch Beweise dafür konnte man nie finden.

Unten in Helheim traf Balder, der dort sein schattenhaftes Dasein führte, später auf Hödur, der ihn getötet hatte. Doch anstatt sich zu rächen, blieb der erloschene Lichtgott ruhig und ließ seinen blinden Bruder die ganze Sache erklären. So versöhnten sie beide sich wieder, und an Ragnarok, wenn auch Hel fallen wird und somit auch Helgrind fallen wird, werden die beiden gemeinsam zurück kehren und über die neue, bessere Welt friedvoll herrschen.

Alljährlich wird Balder in der Nacht vom 21.12. auf den 22.12. von seiner Mutter Frigg wiedergeboren. Der Sonnenaufgang kündet von der erfolgreichen Geburt; und dass die Tage wieder länger werden, kündet davon; dass Balder wieder unter den Göttern wandelt, Heiterkeit bringt und der Leben spendenden Sonne wieder Kraft gibt. Immer mehr und mehr. Im Laufe des Jahres wächst der Gott zu einem starken, stattlichen Mann heran, und mit ihm wächst die Sonne. Es wird Frühling und bald auch Sommer; und das Leben kehrt in die Welt zurück. Doch wenn Balders Kraft am größten ist – am 21.6. – fällt er mit dem Sonnenuntergang wieder. Und wo er nun in Helheim ist, verliert auch die Sonne immer mehr an Kraft. Das Leben wird wieder aus dem Land gehen und Kälte wird Einzug halten. Nach einem halben Jahr; am 21.12., wird die Sonne kurz vorm erlöschen sein. Doch sie taucht ja am nächsten Morgen gestärkt wieder auf – aber wenn nicht; wenn sie an jenem Abend untergeht und Tags darauf nicht wieder aufgeht, ja dann ist Ragnarök.

Avicii Ft. Aloe Blacc – Wake Me Up Übersetzung

Avicii Ft. Aloe Blacc – Wake Me Up Übersetzung

Gefühl meinen Weg durch die Dunkelheit
Geleitet von einem schlagenden Herzen kann ich nicht sagen, wo die Reise enden wird
Aber ich weiß, wo es beginnt
Sie sagen mir, ich bin zu jung, um zu verstehen,

Sie sagen, ich bin bis in einem Traum gefangen
Nun wird das Leben von mir, wenn ich nicht meine Augen öffnen, übergeben
Nun, das ist für mich in Ordnung

Chorus: (x2)
So wecken Sie mich auf, wenn alles vorbei ist
Wenn ich klüger und ich bin älter
All diese Zeit, die ich fand mich wurde
Und ich wollte nicht, dass ich verloren war

Verse 2: Ich habe versucht, sich das Gewicht der Welt
Aber ich habe nur zwei Hände
Ich hoffe, dass ich die Chance bekomme, um die Welt reisen
Und ich habe keine Pläne
Dass ich wünschte, ich könnte diese ewig jung bleiben
Keine Angst, meine Augen zu schließen

Das Leben ist ein Spiel für jedermann gemacht
Und die Liebe ist ein Preis

Chorus: (x2)
So wecken Sie mich auf, wenn alles vorbei ist
Wenn ich klüger und ich bin älter

All diese Zeit, die ich fand mich wurde

Und ich wollte nicht, dass ich verloren war
Ich wusste nicht, dass ich verloren war
Ich wusste nicht, dass ich verloren war
Ich wusste nicht, dass ich verloren war
Ich wusste nicht, dass ich verloren war

Charly Luske, the Voice from Holland

Ein Video zum Advent: den Cola Light -trinker mit dem Eisblock auf der Schulter

It’s A Man’s Man’s Man’s World

by James Brown. Buy album CD: Turn It Loose

charly luske
This is a man’s world, this is a man’s world
But it wouldn’t be nothing, nothing without a woman or a girl

You see, man made the cars to take us over the road
Man made the trains to carry heavy loads
Man made electric light to take us out of the dark
Man made the boat for the water, like Noah made the ark

This is a man’s, a man’s, a man’s world
But it wouldn’t be nothing, nothing without a woman or a girl

Man thinks about a little baby girls and a baby boys
Man makes then happy ’cause man makes them toys
And after man has made everything, everything he can
You know that man makes money to buy from other man

This is a man’s world
But it wouldn’t be nothing, nothing without a woman or a girl

He’s lost in the wilderness
He’s lost in bitterness

 

 

 

Its a Mans Mans Mans World Songtext Übersetzung

 

das ist eine Welt des Mannes
das ist eine Welt des Mannes
aber es würde nicht nichts geben
nichts ohne eine Frau oder ein Mädchen
Sie sehen, dass der Mann Autos baut
die uns über die Straße tragen
der Mann baut Züge
die schwere Last tragen
der Mann machte das elektrische Licht
uns die Dunkelheit zu nehmen
der Mann baute das Boot für das Wasser
so wie Noah die Arche baute
das ist ein Mann‘s, Mann‘s, Welt die des Mannes
aber es würde nicht nichts geben
nichts ohne eine Frau oder ein Mädchen
der Mann denkt an den Blick eines kleinen Baby-Mädchen
und die Baby-Jungen
der Mann macht sie glücklich indem
der Mann machte für sie Spielsachen
und nachdem der Mann alles gemacht hatte
alles kann er
Sie wissen, dass der Mann Geld macht
um von anderen Männern zu kaufen
das ist eine Welt des Mannes
aber es würde nichts, nichts geben,
auch keine Dinge ohne eine Frau oder ein Mädchen
er wäre in der Wildnis verloren
er wäre in der Bitterkeit verloren

 

Auf der Suche nach dem Christkind…
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Zwei LaternenHeute hatte ich mich entschieden, mich mit meiner Kamera auf den Weg zu begeben, um das Christkind zu suchen. So schwer würde es wohl nicht sein, dachte ich mir. Bei meiner Wanderung über die Felder kam ich an einem feinen kleinen und idyllischen Dorf vorbei. RehlichtVieles deutete darauf hin, dass ich hier fündig werden würde. Überall sah ich bunte Lichter oder Kerzen in den Hauseingängen, vor und hinter den Fenstern. Viel Schniggelschnaggel, wie kleine geschmückte Tannenbäume, Sterne oder Rehe aus Weidengeflecht umkabelt mit Lichterketten. An dem Dorfplatz bei den großen Laternen fragte ich ein kleines Mädchen, ob es mir denn sagen könne, wo ich in diesem Dorf das Christkind finden kann. Sie blickte mich mit großen Augen an und sagte:”Weiß nicht, aber dort hinten,” sie zeigte mit ausgestrecktem Arm in die Richtung, “dort ist um die Ecke die Post.” Sie selbst habe schon letzte Woche dem Christkind einen Brief geschickt. – Richtig, jetzt kamen mir wieder die Erinnerungen. Früher, am 6. Dezember musste mein Wunschzettel geschrieben sein, damit der Nikolaus ihn bei seiner Durchreise mitnehmen konnte, ansonsten gab es nichts zu Weihnachten. Das machte Sinn. Die Zeiten haben sich verändert, heute schickt man alles mit der Post oder bestellt online. Ich bedankte mich bei der Kleinen und setzte meine Suche fort.
Mittlerweile war es schon 19 Uhr geworden und als ich fast aufgeben wollte, da entdeckte ich einen Rentierschlitten unter einem Tannenbaum. Fast einladend öffnete sich automatisch die Tür vom gegenSchlittenüber liegenden Seniorenheim… –  und, was soll ich sagen, dort stand sie, die Krippe. Etwas verlegen betrat ich mit meiner Kamera das Foyer und bestaunte die alten Figuren, die schon so manches Jahr hinter sich hatten. Dem Blick der Hirten folgend, sah ich auf der rechten Seite einen Egel im weißen Gewand, der die frohe Botschaft verkündet, fand die drei Könige aus dem Morgenland… aber wo war das Christkind? Bei meiner Suche entdeckte ich Maria im blauen Gewand. In sich gekehrt, schaute sie in das goldgelbe Stroh. Dort versuchte ich, das Christkind zu entdecken, aber es war keines da. Wie konnte das sein?
Ja, liebe Leser, so durfte mein Unternehmen für heute als gescheitert betrachtet werden. Oder doch nicht? Als ich wieder zu Hause angekommen war, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Wie konnte ich in einer Weihnachtskrippe ein Christkind suchen, das erst zu Heilig Abend geboren wird? Wie heißt es auch so schön im Silvester-Sketch ‘Dinner for one” mit Miss. Sophie und ihrem Butler James? -Same procedure as every year”.        KrippeSuchte das Christkind in der Krippe

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wohlgeneigte Leser. Hier möchte ich kurz die unterschiedlichen Befugnisse unseres Systems erklären. Unser Ziel ist gemeinsam etwas aufzubauen. In Kurzform sind im nachfolgenden Text die grundlegenden Fragen beantwortet, wie wir eine Gliederung machen, damit diejenigen oder zukünftigen Mitarbeiter im Bilde sind. Wir wollen z.B. langfristig eine Geschichte über die Wikinger aufbauen. Und beim Lösen dieser gewaltigen Aufgabe werden wir ein Team zusammen stellen, wo die Aufgaben unterschiedlich verteilt sind. Nicht jeder ist zu einem bildhaften oder abstrakten Denken fähig und Fragen werden in den Köpfen jedes einzelnen oft unterschiedlich beantwortet. Das ist auch gut so. Das bringt Abwechslung und Spannung in den Lauf der Geschichte, die wir alles gemeinsam aufbauen wollten. Inwieweit ein Autor eine gewisse Literaturfähigkeit mit sich bringt, wird sich in den Texten widerspiegeln und danach erfogt auch eine Staffelung des Zugriffs. Aber seid nicht besorgt, denn auch ausschlaggebend sind die eingebrachten bildhaften Fantasieen und Vorschläge, die zu einem großen Ganzen dann zusammengefügt werden. Wir werden gemeinsam wachsen und ich hoffe – auf welcher Weise auch immer – dass wir gemeinsam Spaß und Erfog haben werden.
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Barbaren – Die Wikinger (Video)

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Vom 9. Jh. v. Chr. bis zum 14. Jh. n. Chr. waren Europa, Asien und Afrika Schauplatz der Wanderung verschiedener Barbarenvölker. Wer waren diese Barbaren, die mit dem Schwert in der Hand lebten und starben? Deren einziges Schicksal es zu sein schien, Verderben, Zerstörung und Tod über die Menschen zu bringen? The History Channel geht diesen Fragen in der vierteiligen Sendereihe ‚Barbaren’ auf den Grund. Gedreht an Schauplätzen in Europa und Asien, konzentriert sich die Dokumentation auf vier Volksstämme: Goten, Hunnen, Wikinger und Mongolen. Dabei werden nicht nur ihre Eroberungszüge thematisiert, sondern auch ihre Kulturen, Führer, Feinde und ihre jeweilige Rolle in der Gestaltung der Weltgeschichte.

 

 

Sven Gabelbart

Sven GabelbartKriegerisch veranlagt. Svend vertreibt den Vater Harald vom Thron. Svend unternimmt Kriegsfahrten nach England. Sein eigenes Reich Dänemark kommt allerdings ebenfalls für einige Zeit unter die Herrschaft der schwedischen Wikinger unter Erik dem Siegreichen.

 











zusätzliche Infos zur Person / was geschah von 986 bis 1014

 

JAHR

986

  • Lothar von Frankreich stirbt. Ludwig V. (der Faule, +987), wird in Frankreich letzter karolingischer König überhaupt.
  • Harald Blauzahn von Dänemark wird von seinem Sohn Sven Gabelbart (+1014) entthront. Dieser führt das Heidentum wieder ein und vertreibt den christlichen Klerus.
  • Die Regentschaft der Theophanu wird anläßlich des österlichen Krönungsfestes für ihren Sohn durch die ihr huldigenden deutschen Herzöge bekräftigt.

987

  • Kapetinger-Könige in Frankreich 987-1259
  • Ludwig V. (der Faule) von Frankreich stirbt. Auf Betreiben Theophanus wird am 3.7. nicht der karolingische Thronerbe, sondern Hugo Capet (+996), Sohn des Stammvaters der Kapetinger, Hugo dem Älteren, zum König Frankreichs gewählt und vom Erzbischof von Reims gekrönt. Hugo Capet verzichtet auf Lothringen.
  • Kapetinger werden bis 1328 die Könige Frankreichs stellen; dann folgt die Dynastie der Valois.-
  • In Frankreich beginnt die Dynastie der Kapetinger-Könige, die bis zum Jahre 1259 herrschen.

988

  • Der Emir Hischam von Cordova (seit 976, +1008), gibt die nordafrikanischen Eroberungen auf, erobert stattdessen Barcelona und Léon.
  • Kiew wird Zentrum Rußlands.
  • Ausbreitung des christlich-orthodoxen Glaubens in Rußland und Angliederung an Byzanz.

989

  • Das Westbulgarenreich expandiert und gerät im Gebiet des Schwarzen Meeres in Konflikt mit Byzanz.
    Der russische Metropolit steht in Abhängigkeit zum byzantinischen Patriarchen.
    Die Synode von Poitiers beschließt mit dem treuga dei, daß keine Fehden von Mittwoch abends bis Montag früh ausgetragen werden dürfen (wird erst 1085 Reichsrecht).
    Theophanu reist nach Rom, um die Ansprüche Kaiser Otto III. auf das Kaisertums zu bekräftigen (insbesondere gegen die Witwe Otto I., Adelheid, gerichtet).

991

  • Am 21.5. stirbt in Passau der “Nibelungenbischof” Pilgrim.
    16.6. Theophanu stirbt (in Nijmwegen). Adelheid, die Großmutter Otto III. und Witwe Otto I., übernimmt Vormundschaft für Ottos III., Erzbischof Willigis von Mainz bleibt an der Spitze eines Reichsrates ihr Berater.
    In der Londoner Zollrolle sind die Orte Köln, Tiel, Bardowick und Magdeburg aufgelistet.

992

  • Die Polen unter Boleslaw I. Chrobry (der Kühne) erobern Krakau und obere Weichselgebiete.

993

  • Der Kanzler von Otto II., Erzbischof Egbert von Trier, verstirbt. Er förderte nachhaltig den Wiederaufbau der von Normannen zerstörten Kirchen und die Buchmalerei.
  • Neuer Bischof von Hildesheim wird der Kunstförderer Bernward (+1022).

994

  • Die Araber zerstören Kloster Monte Cassino (wird 1066 wieder neu aufgebaut).
  • Im September wird Otto III. mündig und übernimmt die Regentschaft.
  • Im Weser- und Elbegebiet unternehmen die Dänen ausgedehnte Raubzüge.
  • Die Polen erobern Pommern.
  • Der Begriff Österreich urkundlich erstmals belegt durch Heinrich I. Markgraf von Ostarichi.
  • Schwertleite Ottos (später als Otto III. gekrönt) auf dem Reichstag. Das feierliche Umgürten des Schwerts markiert die Aufnahme in den Ritterstand.

995

  • Der schwedische König Olaf Schoßkönig (+1022) läßt sich taufen.
  • Die (beinahe) Grenznachbarn Ungarn und Bayern verbinden sich durch Vermählung des Sohnes von Geisa von Ungarn, Stephan I., mit Gisela, Tochter des Bayernherzogs Heinrich (der Zänker) und Schwester des späteren deutsch-römischen Kaisers und jetzigen Bayernherzogs Heinrich II.

996

  • König von Frankreich wird Robert II. von Francien (+1031), der seine formale Lehnshoheit außerhalb Franciens gegenüber den übrigen Fürsten nicht durchsetzen kann.
  • Erster Italienzug Ottos III. über den Brennerpaß. Die langobardischen Fürsten huldigen ihm in Pavia.Er ernennt seinen Vetter Bruno von Kärnten (+999) als Gregor V. zum Papst. Dieser krönt ihn am 21.6. zum Kaiser.
  • Der erste Deutsche auf dem Papststuhl.
  • Kaum ist Otto III. aus Rom abgezogen, wird Papst Gregor V. von dem römischen Patrizier Crescentius vertrieben und als Gegenpapst Johannes XVI. Ottos ehemaliger Lehrer Johannes Philagathos (+998) eingesetzt.

997

  • Zweiter Italienzug Otto III.
  • Der Gegenpapst Johannes XVI. wird von den Kriegern Ottos III. verstümmelt und geblendet, Crescentius auf der Engelsburg enthauptet. Die Macht des römischen Adels ist damit zunächst gebrochen.
  • Rom wird Reichsresidenz mit Hauptquartier Ottos III. auf dem Aventin.
  • In Ungarn sucht der Heilige Stephan I. (+1038) Anschluß an das römisch-katholische Christentum.
  • Papst Gregor V. wieder eingesetzt.
  • Der mit der Missionierung Preußens beauftragte heilige Bischof (ab 983) von Prag Adalbert wird am Frischen Haff erschlagen.
  • Man beginnt mit dem Bau des 1129 fertiggestellten Doms von Quedlinburg.

998

  • In England wird das “Danegeld” zur Finanzierung von Tributzahlungen an die immer wieder einfallenden dänischen Wikinger als allgemeine Steuer erhoben.
  • Otto III. fordert auf der Synode zu Pavia die Rückgabe von Kirchengütern, um der wachsenden Feudalmacht der Kirche zu begegnen.

999

  • In Asturien wird Alfonso V. (+1027) neuer König, der die Stadtentwicklung intensiv fördert.
  • Papst Gregor V. stirbt. Otto III. ernennt den größten Gelehrten seiner Zeit, Gerbert von Aurillac, als Sylvester II. zum Papst (kurz vorher zum Erzbischof von Ravenna ernannt).
  • Die europäische Bevölkerung ist in panischer Weltuntergangshysterie wegen der bevorstehenden Jahrtausendwende, für die das Jüngste Gericht erwartet wird.
  • 16.12. +Die deutsche Kaiserin Heilige Adelheid stirbt im Kloster Selz, seit 951 Gattin Otto I. (der Große), * ca 931 als burgundische Prinzessin.

1000

  • Entdeckung der Nordostküste Amerikas durch die von Island aus begonnenen Osebergschiffahrten der Wikinger.
  • jetzt lernen die Koreaner den Drachen kennen
  • Kaiser Otto III. in Rom. Seiner Idee der Renovatio imperii Romanorium, der Erneuerung des Römischen Reiches, folgend, erhob er Rom 997 zur Reichshauptstadt. Der Herzog Boleslaw Chrobry wird zum Statthalter erhoben, und Polen, sowie Ungarn in das neue Römische Reich eingegliedert.
  • Christentum setzt sich in Island durch. Olaf Tryggvason, König von Norwegen, verbreitet den christlichen Glauben gewaltsam unter den Wikingern.
  • Otto III. ernennt den polnischen Herzog Boleslaw Chrobry zu seinem Statthalter in Polen.
  • Olaf Tryggvason, Begründer des Norwegischen Königreiches und gewaltsamer Christianisierer, fällt bei einer Seeschlacht vor Rügen.

1001

  • Die Bürger Roms erheben sich gegen Otto III. Dieser verlässt mit Papst Sylvester die Stadt.
  • Otto III führt den Titel servus apostolorum. Diese Bezeichnung verdeutlicht seinen Anspruch, gleich dem Papst als Vertreter der Apostelfürsten zu gelten.

1002

  • Otto III. stirbt 22-jährig in Paterno. Er wird im folgenden Jahr in Aachen bestattet.

1003

  • Kaiser Otto III. wird in Aachen bestattet.

1006

  • Der Diakon am Hofe Ludwigs des Frommen, der Alemanne Bodo, tritt zum Judentum über. Diakon Bodo war Beichtvater Heinrichs II. (Heinrich der Heilige / Ludolfinger)

1008

  • Taufe Olaf Schoßkönigs von Schweden.

1014

  • Die Iren unter ihrem Hochkönig Brian Boru schlagen die Streitmacht der Wikinger bei Clontarf in der Nähe von Dublin.
  • Brian Boru, Hochkönig von Irland und König von Munster fällt in der Schlacht von Clontarf

 

 

 


FC Bayern Spielplan

Fr 09.08.2013

20:30 Uhr
Bayern München : Borussia M´gladbach 3:1  (2:1)
Sa 17.08.2013

15:30 Uhr
Eintracht Frankfurt : Bayern München 0:1  (0:1)
Sa 24.08.2013

15:30 Uhr
Bayern München : 1. FC Nürnberg 2:0  (0:0)
Di 27.08.2013

18:30 Uhr
SC Freiburg : Bayern München 1:1  (0:1)
Sa 14.09.2013

15:30 Uhr
Bayern München : Hannover 96 2:0  (0:0)
Sa 21.09.2013

18:30 Uhr
Schalke 04 : Bayern München 0:4  (0:2)
Sa 28.09.2013

15:30 Uhr
Bayern München : VfL Wolfsburg 1:0  (0:0)
Sa 05.10.2013

18:30 Uhr
Bayer Leverkusen : Bayern München 1:1  (1:1)
Sa 19.10.2013

15:30 Uhr
Bayern München : Mainz 05 4:1  (0:1)
Sa 26.10.2013

15:30 Uhr
Bayern München : Hertha BSC 3:2  (1:1)
Sa 02.11.2013

15:30 Uhr
1899 Hoffenheim : Bayern München 1:2  (1:1)
Sa 09.11.2013

15:30 Uhr
Bayern München : FC Augsburg 3:0  (2:0)
Sa 23.11.2013

18:30 Uhr
Borussia Dortmund : Bayern München 0:3  (0:0)
Sa 30.11.2013

15:30 Uhr
Bayern München : Eintr. Braunschweig 2:0  (2:0)
Sa 07.12.2013

15:30 Uhr
Werder Bremen : Bayern München
Sa 14.12.2013

15:30 Uhr
Bayern München : Hamburger SV
Sa 25.01.2014

Borussia M´gladbach : Bayern München
Mi 29.01.2014

20:00 Uhr
VfB Stuttgart : Bayern München
Sa 01.02.2014

Bayern München : Eintracht Frankfurt
Sa 08.02.2014

1. FC Nürnberg : Bayern München
Sa 15.02.2014

Bayern München : SC Freiburg
Sa 22.02.2014

Hannover 96 : Bayern München
Sa 01.03.2014

Bayern München : Schalke 04
Sa 08.03.2014

VfL Wolfsburg : Bayern München
Sa 15.03.2014

Bayern München : Bayer Leverkusen
Sa 22.03.2014

Mainz 05 : Bayern München
Mi 26.03.2014

Hertha BSC : Bayern München
Sa 29.03.2014

Bayern München : 1899 Hoffenheim
Sa 05.04.2014

FC Augsburg : Bayern München
Sa 12.04.2014

Bayern München : Borussia Dortmund
Sa 19.04.2014

Eintr. Braunschweig : Bayern München
Sa 26.04.2014

Bayern München : Werder Bremen
Sa 03.05.2014

15:30 Uhr
Hamburger SV : Bayern München
Sa 10.05.2014

15:30 Uhr
Bayern München : VfB Stuttgart
Champions League
Datum Heim Gast Ergebnis Spielbericht Statistik
Di 17.09.2013

20:45 Uhr
Bayern München : ZSKA Moskau 3:0  (2:0)
Mi 02.10.2013

20:45 Uhr
Manchester City : Bayern München 1:3  (0:1)
Mi 23.10.2013

20:45 Uhr
Bayern München : Viktoria Pilsen 5:0  (2:0)
Di 05.11.2013

20:45 Uhr
Viktoria Pilsen : Bayern München 0:1  (0:0)
Mi 27.11.2013

18:00 Uhr
ZSKA Moskau : Bayern München 1:3  (0:1)
Di 10.12.2013

20:45 Uhr
Bayern München : Manchester City
UEFA Super Cup
Datum Heim Gast Ergebnis Spielbericht Statistik
Fr 30.08.2013

Bayern München : FC Chelsea
DFB-Pokal
Datum Heim Gast Ergebnis Spielbericht Statistik
Mo 05.08.2013

20:30 Uhr
BSV Rehden : Bayern München 0:5  (0:2)
Mi 25.09.2013

20:30 Uhr
Bayern München : Hannover 96 4:1  (2:1)
Mi 04.12.2013

20:30 Uhr
FC Augsburg : Bayern München 0:2  (0:1)

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Leitfaden und Zusammenfassung von “Villimey und die Runen”

Zusammenfassung der Geschichte:

Villimey und die Runen

Shiva, eine Hündin unbekannter Herkunft, lebt in der heutigen Zeit bei dem Mädchen Sarah in Schleswig. Es ist eine kleine Stadt hoch im Norden von Deutschland.

Obwohl es hier scheinbar keine großen Besonderheiten gibt, so schlummert hier eine ungeahnte Vergangenheit, die Sarah auf ihren vielen Streifzügen mit Shiva kennen lernen wird. Die Stadt liegt an einem Ausläufer der Ostsee, hier gibt es ein großes Schloss, einen Dom, einen kleinen schönen Hafen, eine schöne Altstadt und sogar ein dänisches Gymnasium, wo die Königin von Dänemark zu deren Eröffnung kam. Erstmalig erwähnt nannte man die Stadt Sliasthorp genannt, später dann auch Sliaswich und wie sie die Dänen heute noch nennen Slesvig. Sliasthorp war ein Vorort von der einst größten Handelsstadt in Nordeuropa, Haithabu.

Von der großen Handelsstadt sieht man heute nur noch recht wenig, eigentlich nichts mehr. Heute stehen dort ein paar nachgebaute Lehmhütten, ein großes Museeum und dann ist da noch der alte Wall, das Danewerk. Dort hatte man vor kurzem auch noch einige interessante Ausgrabungen gemacht und auch ganz schnell noch ein Museeum errichtet.

Aber dieser Wall ist der Lieblingsspielplatz. Er scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen, denn Shiva sprüht nur so von Energie, wenn sie Sarah in diese Richtung hinter sich her ziehen kann. Hasen, Rehe, oder auch andere Hunde werden von Shiva einfach ignoriert. Sie schaut nur auf Sarah und auf den Stock den sie wirft. Den ganzen Tag, egal ob Sonne oder Regen, könnte sie am Wall verbringen.

(hier kann man noch viele kleine Geschichten einbringen)

Eines Tages verschwindet Shiva in einem kleinen Waldstück, durch das der Wall verläuft. Sarah findet Shiva durch ihr aufgeregtes Gebelle und sieht, wie Shiva etwas ausbuddelt aus einem Loch, wo vorher alles mit wasser gefüllt war. durch Erdarbeiten von den Forstarbeitern senkte sich das Wasser ab und die Mulde war durch den Warmen Sommer schon fast ausgetrocknet.

Als sie eine Kiste mit einer alten Karte und einem  Medaillon fanden und überall waren die alten Runen zu sehen.

Sarah macht sich auf, um die alten schriften entziffern zu lassen und erfährt, dass dabei von alten Mythen, Krieg, einem entfernten Land, einer Frau Namens Freydi, und einem magischen Medaillon gesprochen wird. Es tauchte auch noch der Name Villimay auf, aber um alleszuenträtseln, hätte alles mehr zeit benötigt.

Zu Hause schnappte sich Shiva das Meaillon und legte ihre pfote darauf. Das medaillon fing an zu leuchten und Sarah fiel in einen Schlaf und fängt an zu träumen. In dem Traum kommt eine Frau zu ihr, sie ist wunder schön und hat blonde Haare und sie hatte eine Kette um den Hals mit Perlen verhangen und einem Medaillon, welches das gleiche Zeichen war, was Sarah vorher auf den Schriften sah. Sie sagt, dass ihr Name Fredis sei und sie fing an, ihre Geschichte zu erzählen, wie alles in Haithabu seinen Anfang hatte.

Sarah wacht auf und konnte sich an jedes Wort in ihrem Traum erinnern. Sie schaute Shiva an und bemerkte ihr Leuchten in den Augen und sah das Medaillon an Shivas Halskette hängen, welches das Leuchten verursachte. Jetzt wusste sie, dass es kein normaler Traum war und das ihr Freydis eine wichtige, sehr wichtige Aufgabe geben wollte.

Freydis erzählt:

dass sie aus Island und die Tochter vom großen Erik ist. dass etwas schlimmes passiert ist und ganze Königreiche einstürzen werden.

 

Sarah musste noch viel mehr wissen von Freydis und so richtig glauben konnte sie noch wirklich nicht. Shiva stellte sich vor die noch immer sitzende Sarah und das Medaillon leuchtete wieder stärker. Sarah verfiel wieder in diesen Traum und Feydis kam und erzählte weiter.

Es begann in Haithabu (im Jahre .ca. 980 ?…) wo ihr Vater sich mit einigen wichtigen Leuten getroffen habe.

 

 

(Das Tor öffnet sich alle 500 Jahre!)

  • ca. 500 “Excalibur”
  • ca. 1000 ein Bootsgrab in Haithabu unbekannt

 

 

 

, kommt heraus, dass Shiva nicht einfach nur eine Hündin ist, sie ist eine Wächterin, eine Legende aus einer längst vergessenen Zeit und sie beginnt dem Mädchen zu zeigen, was sie vor über tausend Jahren an dieser Stelle erlebt hatte. Auch damals war sie die Wächterin für ein besonderes Mädchen “Villimey (Freydis Eriksdottir)”, die Schwester von Leif und Tochter von Erik dem Roten. Villimey ist ein sehr kluges Mädchen und will ein Wikinger werden, was eigentlich als Mädchen nicht möglich ist. Sie lernt das Kämpfen mit der Axt und dem Schwert und durch Shiva lernt sie die alten Mythen kennen, die ihr auf ihrem Weg helfen werden.
Villimey wurde geboren, als Blauzahn noch König der Wikinger war und gegen die großen Armeen, die aus dem Süden kam kämpfte. Es ging bei Diesem Kampf nicht mehr nur um die Gebiete, oder dem Königreich, es ging um den Glauben und den alten Mythen.
An der Stelle, wo heute Sarah wohnt, war die Grenze und nur ein kleines Tor ließ damals den Handel zwischen dem Norden und dem Süden zu Lande zu.
Sven I. Gabelbart hat seinen Vater Harald I. Blauzahn in einem Aufstand im Jahre 986 vom Thron von Dänemark vertrieben und dieser Harald Blauzahn ließ

 

geschichtliche Daten:

 

793 Das Kloster von Lindisfarne wird am 8. Juni durch Wikinger geplündert
808 König Göttrik von Dänemark zerstört die slawische Stadt Rerik und lässt die dort ansässigen Kaufleute nach Haithabu umsiedeln
810 Ermordung Göttriks
813 Dänische königliche Expedition nach Vestvold in Südnorwegen, um die dänische Oberherrschaft wiederherzustellen
814  Harald Klak, vertriebener königlicher Thronanwärter in Dänemark, steht im Dienst des Frankenkaisers Ludwig des Frommen
823/24 Ebo, Erzbischof von Reims, besucht Dänemark um es zu christianisieren
um 825 Beginn der dänischen Münzprägung in Haithabu
826  Harald Klak wird in Mainz getauft und mit dem Missionar Ansgar in dessen Gefolgschaft nach Dänemark geschickt
829-31 Erste Missionsreise Ansgars zu den Svear nach Birka
834-37  Jährliche Wikingerangriffe auf Dorestad in Friesland
840  Verstärkte Präsenz der Wikinger in Irland
841 Lothar, Kaiser der Franken, überlässt Harald Klak Walcheren, eine Insel nahe der Rheinmündung
843 Erste überlieferte Überwinterung der dänischen Wikinger im Frankenreich
844 Wikinger dringen bis Sevilla vor
845 Plünderung von Hamburg und Paris. Umsiedlung von Ansgars Erzbistum von Hamburg nach Bremen. Die Franken bezahlen das erste Danegeld
850 Ansgar errichtete mit königlicher Erlaubnis Kirchen in Haithabu und Ribe
852-54 Ansgars zweite Missionsreise nach Birka
856-57  Paris wird von den Wikingern geplündert; 861 erneut
862  Köln wird geplündert
863 Xanten wird geplündert
865 Bischof Ansgar stirbt, Rimbert wird sein Nachfolger im Erzbistum Hamburg
866-67 Die Wikinger erobern York
876-79 Wikinger lassen sich dauerhaft in England nieder
878-88 Das große Heer zerstört Teile der Frankenreiches
881 Aachen, Köln, Bonn, Mainz, Worms, Metz werden geplündert
882 Trier wird geplündert. Vereinigung der Warägerreiche von Nowgorod und Kiew zum Kiewer Großreich der Rus
885-86 Belagerung von Paris. Beginn der dänischen Münzprägung in England
886 Alfred der Große erobert London von den Wikingern zurück
891 Die Olaf-Dynastie in Dänemark. Schlacht bei Hafrsfjord und gleichzeitiger Versuch Harald Schönhaars Norwegen zu vereinen
911 Gründung der Normandie durch den Wikingerhäuptling Rollo
um 920 Die Dänen in England unterwerfen sich Edward dem Älteren (912-20)
930 Die Wikinger werden aus der Bretagne vertrieben
934 Der deutsche König Heinrich I. besiegt den dänischen König Chnuba bei Haithabu
936 Erzbischof Unni von Hamburg-Bremen stirbt in Birka
940-58 Gorm der Alte, König in Dänemark
948 Bischöfe werden in die Städte Haithabu, Ribe und Århus berufen
950 Befestigung von Haithabu, Ribe und Århus
958 Gorm der Alte, König von Dänemark wird in Jelling beigesetzt. Sein Sohn Harald Blauzahn (958-987) wird König in Dänemark
960-62 Harald Blauzahn stellt die dänische Herrschaft in Norwegen wieder her
965 Harald Blauzahn wird getauft und christianisiert Dänemark
968 Wiederbefestigung des Danewerks bei Haithabu durch Harald Blauzahn
974 Die Dänen werden von Kaiser Otto II. geschlagen und das Danewerk erobert
um 980 Errichtung der dänischen Ringburgen von Trelleborg, Fyrkat, Aggersborg und Nonnebakken
983 Harald Blauzahn erobert dänisches Grenzgebiet zurück
um 985 Erik der Rote siedelt in Grönland
987

Tod König Harald Blauzahns und Beisetzung in Roskilde. Die in Hamburg geweihten Bischöfe werden aus Dänemark vertrieben.

Der Sohn von Harald Blauzahn, Sven Gabelbart (987-1014) wird neuer König in Dänemark

991  Erste Entrichtung von „Danegeld“ in England an die Wikinger
1013 Eroberung Englands durch Sven Gabelbart
1014  Tod Sven Gabelbarts. Sein ältester Sohn, Knud der Große, folgt ihm auf den dänischen Thron
1016 Eroberung Englands durch Knut den Großen (1018-1035)
1035 Tod Knut des Großen, sein Nachfolger in Dänemark wird Hardaknut (1035-42), in Norwegen Magnus der Gute (1035-47)
1042 Magnus der Gute vereinigt erneut Dänemark und Norwegen
1043 Magnus schlägt die Slawen in der Nähe von Haithabu
1047 Auf Magnus den Guten folgt in Dänemark Sven Estridsen (1047-74) und in Norwegen Harald Hardrade (1047-66)
1050 Zerstörung Haithabus durch Truppen Harald Hardrades
um 1060 Aufteilung Dänemarks in acht Diözesen: Haithabu, Ribe, Århus, Viborg, Vendsyssel, Odense, Roskilde und Lund; Sigtuna wird Bistum
1066

Harald Hardrade, König von Norwegen, fällt in England, an der Brücke von Stamford, bei seinem Versuch der Eroberung Englands. Wilhelm der Eroberer, Herzog der Normandie, erobert England in der Schlacht bei Hastings.

Gorm der Alte erwähnt 936; † 958 König von Dänemark
Harald I. Blauzahn 958–986 König von Dänemark, Norwegen
Sven Gabelbart 986–1014 König von Dänemark, Norwegen, England
Harald II. Svendsen 1014–1018 König von Dänemark
Knut II. den Store der Große 1018–1035 König von Dänemark, Norwegen, England
Knut III. Hardiknut der Harte 1035–1042 König von Dänemark, England
Magnus I. den Gode der Gute 1042–1047 König von Dänemark, Norwegen

Harald Blauzahn

Harald I. „Blauzahn“ Gormson war König von Dänemark und von Norwegen.
Geboren: Jelling, Dänemark
Gestorben:
1. November 987 n. Chr., Jomsburg
Eltern: Gorm, Thyra Danebod
Kinder: Sven Gabelbart, Tyra Haraldsdatter, Gunhilde, Haakon
Ehepartnerinnen: Tove of the Obotrites (verh. 970 n. Chr.), Gyrid Olafsdottir (verh. 950 n. Chr.) Erik der Rote

Erik „der Rote“ 

Thorvaldsson war ein norwegisch-isländischer Seefahrer und Entdecker. Er ist bekannt als der Gründer der ersten skandinavischen Siedlung in Grönland. Wikipedia
(
altnord./isländ. Eiríkur rauði Þorvaldsson, norweg. Eirik Raude, * um 950 in Jæren, Norwegen; † um 1003 in Brattahlíð, Grönland)
Eltern: Thorvald Asvaldsson

Haithabu – das Tor zur Wikingerzeit

Haithabu – das Tor zur Wikingerzeit

Einst war Haithabu für die Wikinger das Tor zur Welt: Von der mittelalterlichen Stadt an der Schlei in Schleswig-Holstein brachen sie zu Eroberungen auf, von hier trieben sie Handel mit Skandinavien, Irland, Konstantinopel oder Bagdad. Heute ist Haithabu das Tor zu einer 1000 Jahre alten, vergangenen Welt. Stück für Stück wird die älteste Stadt Nordeuropas, eine der größten Wikinger-Siedlungen weltweit, freigelegt, erforscht, im Museum präsentiert und teilweise rekonstruiert.

Stadtgründung – die Wikinger kommen

Vermutlich waren es friesische Kaufleute, die sich im 8. Jahrhundert an der Schlei niederließen, einem schiffbaren Seitenarm der haithabu1Ostsee, der 40 Kilometer weit ins Land reicht. Anfang des 9. Jahrhunderts siedelte der dänische König Kaufleute aus Dänemark zwangsweise in Haithabu an und folgte später selbst mit dem gesamten Heer. Von Haithabu aus trieben die Kaufleute Handel mit der gesamten damals bekannten Welt. Und vom Hafen an der Schlei aus starteten die Nordmänner mit ihren schlanken, schnellen Schiffen, um auf Wikingfahrt zu gehen – kurz gesagt: um andere Völker zu überfallen und Beute zu machen.

Häuser, Schiffs- und Handelswege

Die Schiffe konnten im flachen Wasser des Haddebyer Noores zum Anlegen auf dem Ufer gestrandet werden. Nach und nach wurden Uferbefestigungen gebaut und ein Weg angelegt. In der Uferzone, in der die Bewohner immer mit Überschwemmungen rechnen mussten, entstanden einfache Holzhäuser. In den höher gelegenen Gebieten Haithabus hingegen standen die typischen Grubenhäuser, in die Erde eingetiefte Häuser, deren Wände aus Spaltbohlen oder lehmverkleideten Flechtwerk bestanden. Das rund 26 Hektar große Siedlungsgebiet von Haithabu wurde von einem halbkreisförmigen Schutzwall umgeben, der rund neun Meter hoch war.

Der Wasserweg über die Schlei war nicht der einzige Zugang zu Haithabu: Die Wikinger nutzten die Schleswiger Landenge, die Vikings-Voyageszwischen Haithabu und der Nordsee nur 18 Kilometer betrug. Schiffe, die von der Nordsee aus über die Eider fuhren und in Hollingstedt anlegten, wurden dort entladen und die Waren dann über Land bis Haithabu gebracht. Dies alles geschah im Schutz des Danewerks, eines rund zwei Meter hohen Walls mit vorgelagerten Gräben. Das Danewerk schützte das Dänische Reich gegen Angreifer aus dem südlich angrenzenden Fränkischen Reich.

Handel und Handwerk

Das Zentrum der Stadt, die in ihrer Blütezeit 1500 bis 2000 Einwohner hatte, bildete der Hafen. Er wurde immer weiter ausgebaut, sodass auch größere Schiffe anlegen konnten. Dazu wurden zunächst kleine Steganlagen und danach mehrere Landebrücken aus Holz gebaut. Bei Grabungen im Hafen wurden inzwischen über 1600 Pfostenstandspuren entdeckt. Doch der Hafen Haithabus war mehr als nur ein Anlegeplatz für die Schiffe. Er diente auch als Marktplatz, hier wurden Waren gelagert und: Er war auch die Mülldeponie der Stadt.

Durch den Import von Gütern, die vor Ort nicht verfügbar waren, entwickelten sich in Haithabu zahlreiche hoch spezialisierte münzen aus haithabuHandwerke: Sehr weit entwickelt war die Kunst des Holzdrechselns, es entstanden aufwändige Goldschmiedearbeiten, filigrane Pressblecharbeiten, Perlen, Metallwerkzeuge und andere Schmiedearbeiten wie die Waffen der Wikinger. Diese Waren wiederum dienten als Handelsgüter. Bodenuntersuchungen haben ergeben, dass Haithabu planmäßig angelegt war: Es gab Straßen, Wohn- und Gewerbegebiete. Gerade die feuergefährlichen Gewerbe, die die Holzhäuser leicht in Brand setzten konnten, waren sicherheitshalber abseits der Bebauung angesiedelt.

Der Alltag

Haithabu war das bedeutendste Fernhandelszentrum in ganz Nordeuropa – hier liefen nicht nur alle wichtigen Routen zusammen, es haithabutrafen Menschen unterschiedlichster Länder und Regionen zusammen. In der Blütezeit lebten in Haithabu vermutlich Skandinavier, Sachsen und Slawen, außerdem Händler und Handwerker aus so entfernten Gegenden wie dem byzantinischen Reich. Doch auch wenn Haithabu eine wichtige und für ihre Zeit wohlhabende Stadt war, war das Alltagsleben der Menschen von harter Arbeit und dem Kampf ums nackte Überleben geprägt. Für die Versorgung mit Lebensmitteln waren die Bewohner Haithabus auf den Handel angewiesen, denn Getreide und andere wichtige Güter mussten im Umland beschafft werden. Selbst versorgen konnte sich die Stadt nicht.

Die Wiederentdeckung Haithabus

Im Jahr 1066 endete die nur 300-jährige Geschichte Haithabus. Nachdem die Stadt im Lauf der Jahrhunderte viele Angriffe überstanden hatte, bedeutete ein Überfall slawischer Truppen nun das Ende. Haithabu wurde zerstört, seine Funktionen als Handelszentrum gingen auf Schleswig am anderen Ufer der Schlei über. Der Ort, an dem Haithabu einst stand, geriet in Vergessenheit, lediglich der Schutzwall blieb erhalten. Dass die Stadt existiert hatte, belegten schriftliche Quellen, nicht jedoch, wo sie gestanden hatte.

Erst 1897 kam der dänische Archäologe Sophus Müller zu der Auffassung, Haithabu müsse innerhalb des immer noch sichtbaren Halbkreises an der Schlei gelegen haben. Seine Theorie wurde 1900 bestätigt, als Johanna Mestorff, Direktorin des Museum vaterländischer Altertümer in Kiel, erste Grabungen in Auftrag gab.

Nach über 100 Jahren archäologischer Ausgrabungen und Forschungen ist bis heute ist nur ein geringer Teil Haithabus haithabu2wiederentdeckt. Etwa fünf Prozent der Siedlung und 1,5 Prozent des Hafens wurden bisher ausgegraben. Seit einigen Jahren kommen modernste Untersuchungsmethoden zum Einsatz: Mit geomagnetischen Me

ssgeräten wurden ab 2002 die Fläche innerhalb und außerhalb des Halbkreiswalls untersucht. Auf diese Art können archäologische Funde ohne Ausgrabung entdeckt werden, da ihre Strukturen als magnetische Anomalien auftreten. Dank dieser Methode konnten inzwischen Lage und Aufbau der Stadt rekonstruiert werden. Durch gezielte Ausgrabungen wurde der Erfolg der Geomagnetik bewiesen.

Das Museum

1985 wurde das Wikinger Museum Haithabu in unmittelbarer Nähe der Fundstätten eröffnet. Es wird seither immer wieder erweitert. Neben den archäologischen Funden werden die Stadt und die umgebende Region präsentiert, Politik, Religion und Handelsbeziehungen der Zeit. In der Schiffshalle ist das sogenannte „Wrack 1“ zu besichtigen, das im Hafen von Haithabu geborgen wurde. Neu seit 2006 sind Rekonstruktionen von Häusern aus Haithabu. Sie wurden, samt Landungsbrücken-Nachbau, 2008 fertiggestellt. Der rekonstruierte Siedlungsabschnitt umfasst sieben Häuser, darunter das Versammlungshaus und die Herberge. Die Dauerausstallung im Wikinger Museum bietet den Besuchern heute ein sehr anschauliches Bild des Alltagslebens vor 1000 Jahren.

Weltkulturerbe

2010 gaben sechs Staaten mit Wikingerstätten bekannt, sich gemeinsam um die Anerkennung als Weltkulturerbe bei der Unesco

die Königskette

bewerben zu wollen. Deutschland beteiligt sich mit Haithabu und dem Danewerk am „Welterbe Wikinger“. Das Welterbe soll die Wikinger in ihren unterschiedlichen Facetten umfassen und ihre Kultur in ihrer Gesamtheit darstellen. Einige der Stätten sind bereits einzeln auf der Welterbeliste vertreten. Mit dem transnationalen Antrag, der 2012 abgegeben werden soll, betreten die beteiligten Staaten Deutschland, Island, Dänemark, Norwegen, Schweden und Lettland absolutes Neuland. Die Anerkennung als Weltkulturerbe ist besonders für Deutschland interessant, da Haithabu und das Danewerk zu den bedeutendsten Stätten der Wikingerkultur gehören.

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Leif Eriksson

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Fast ein halbes Jahrtausend vor Kolumbus setzt ein Wikinger als erster Weißer seinen Fuß auf amerikanische Erde. Er tauft die neu entdeckte „Vinland“. Noch immer streiten die Forscher, was Leif Eriksson wohl damit gemeint hat.

Das Meer ist tückisch, wer wüsste es besser als die Wikinger. Geheimnisvolle Strömungen können einen Seefahrer in die falsche Richtung ziehen. Heftige, schwer berechenbare Winde treiben mit dem Schiff oft ein böses Spiel. Aber das Meer ist auch eine Chance. Es hält Schätze für den Menschen bereit, die es zu entdecken gilt.

Der junge Leif Eriksson hat in seiner Familie erlebt, wie das Meer ein Leben verändern kann. Sein Vater, Erik der Rote , verließ eines Tages mit einem Boot die isländische Heimat, drei lange Jahre war er nicht zu Hause. Dann aber kam er endlich wieder und schwärmte von einen „Grünland“, das er im Westen gefunden hatte. Ein Jahr später, Leif war wohl um die acht Jahre alt, begab er sich mit seinen Eltern und Geschwistern auf die hohe See – und sah das grüne, fruchtbare Land, von dem der Vater gesprochen hatte. Es ist seine neue Heimat geworden.

Leif Eriksson hat gelernt, gut zuzuhören, wenn Seefahrer ihre Geschichten erzählen. Was der Kaufmann Bjarne Herjulfsson berichtet, klingt wie eine Wiederholung dessen, was Leif damals, im Jahr 985, von seinem Vater erzählt bekam. Er sei einmal, so sagt Bjarne, durch starke Winde von seiner üblichen Handelsroute weit nach Westen abgetrieben worden. Statt von Island nach Grönland sei er an eine Küste gekommen, die reich an Wäldern gewesen sei. Freilich sei er wohlweislich nicht an Land gegangen – man wisse ja nie, welche Gefahren einen dort erwarteten.

Wenn diese Darstellung aus der „Grönländer Saga“ stimmt, ist Bjarne der erste „Nordmann“ gewesen, der das neue Land gesichtet hat. Sein Hinweis auf die Wälder muss all den Wikingern, die hoch im Norden siedeln, ähnlich verführerisch in den Ohren klingen wie ein paar Jahrhunderte später den Spaniern die Legenden vom angeblichen Goldreich El Dorado. Holz gibt es weder auf Island noch auf Grönland. Es muss von Skandinavien in langen Fahrten über das Meer hergebracht werden.leiferiksson1

Der Vater hat gezeigt, was mit Mut und Tatkraft zu schaffen ist. Leif Eriksson fühlt sich diesem Erbe verpflichtet. 999 unternimmt er eine wichtige Reise nach Norwegen. König Olaf Tryggvasson empfängt Leif Eriksson am Hof in Trondheim und bringt ihn dazu, sich als Christ taufen zu lassen. «In meinem Auftrag sollst du fahren, um das Christentum in Grönland zu verkünden», so zitiert die „Saga Eriks des Roten“ den Herrscher. «Mein Glück wird nur dann bei mir sein», so Leifs Antwort, «wenn auch eures mich begleitet.» Leif kehrt nach Grönland zurück und führt dort unverzüglich die neue Religion ein. Dies ist seine erste große Tat.

Die zweite wird in den Sagas, die 200 Jahre später entstehen, unterschiedlich beschrieben werden. Die „Grönländer Saga“ kommt den Ereignissen, die sich kurz nach der Jahrtausendwende abspielen, vermutlich am nächsten. Danach kauft Leif Eriksson das Schiff von Bjarne, das für den Holztransport besonders gut geeignet, relativ neu und daher wenig reparaturanfällig ist. Er sammelt 35 mutige Männer um sich. Vater Erik möchte auch noch einmal dabei sein. «Nahe dem Schiff aber strauchelte Eriks Pferd», so die Saga. «Er fiel herunter und verletzte sich den Fuß. Da sagte Erik: ‹Es soll mir nicht mehr vergönnt sein, weiteres Neuland zu entdecken…›.» So bleibt er auf seinem Hof Brattahlid zurück.

Leif Eriksson aber fährt hinaus auf die See. Er kennt sein Ziel nur vom Hörensagen, hat keine Karte, keinen Kompass, keinen Führer – und keine Ahnung, wie weit der Weg dorthin ist. Die Wikinger stoßen auf ein Land, das aus großen Eisfeldern besteht, «und zwischen Gletschern und Meer war alles wie eine einzige Steinplatte». Sie werfen den Anker, setzen Beiboote aus, rudern ans Ufer. Als sie nirgendwo Gras sehen, fahren sie zurück und segeln weiter. Leif Eriksson gibt dieser Küste den Namen Helluland (Steinland). Vermutlich ist er in Baffinland gewesen.
Dann sichten sie erneut eine Küste. Diesmal ist sie «flach und bewaldet, und so weit sie gingen, war weißer Sandstrand, der sanft zum Meer abfiel». Leif gibt dem Gebiet, wahrscheinlich einem Teil von Labrador, den Namen Markland (Waldland). Und lässt seine Männer vor Nordostwind noch ein Stück weitersegeln.

Zwei Tage später sehen sie zum dritten Mal Land. «Sie kamen an eine Insel, die nördlich vom Lande lag. Sie stiegen aus und sahen sich bei gutem Wetter um. Sie fanden, dass Tau auf dem Gras lag, und es geschah, dass sie die Hände zum Tau hin und dann zum Munde führten, und sie meinten, noch nie so etwas Süßes geschmeckt zu haben.» Sie kehren zum Schiff zurück, segeln an einer Landzunge entlang, laufen bei Ebbe im seichten Wasser auf Grund. «Doch sie waren so wissbegierig, an Land zu kommen, dass sie nicht warten wollten, bis die Flut wieder ihr Schiff anhöbe.» Als die Flut kommt, bringen sie das Schiff zur Mündung eines Flusses, der weiter oben einem See entspringt und sich dort ins Meer ergießt. Sie packen ihre ledernen Schlafsäcke und bauen sich die ersten Unterkünfte. Leif Eriksson ist der erste Wikinger, der seinen Fuß auf amerikanische Erde setzt. Die Insel, die er mit seinen Leuten betritt, ist sehr wahrscheinlich Neufundland.
Vinland-
Welch eine Gegend ist das! Im Fluss und im See wimmelt es von Lachsen. Die Temperaturen sind mild, das Gras von frischem Grün, selbst im Winter wird das Vieh hier keinen Futtermangel haben. Eines Abends, so die „Grönländer Saga“, ist Tyrkir verschwunden, der „Südmann“ aus Deutschland. Er hat viele Jahre bei der Erik-Familie gelebt, Leif Eriksson hat ihn schon in Kinderjahren lieb gewonnen. Beunruhigt bricht er mit zwölf Mann auf, um ihn zu suchen. Doch schon bald kommt Tyrkir ihnen strahlend entgegen. «Ich habe Weinstöcke und Weintrauben gefunden», so seine Worte. Wein? Tyrkir blickt, so die Saga, in ungläubige Gesichter. «Gewiss ist das wahr, denn ich bin doch dort geboren, wo Weinstöcke und Weintrauben keine Seltenheit sind.» Leif tauft diese Gegend Vinland. Ein Jahrtausend lang werden sich Forscher die Köpfe zerbrechen, was er wohl damit gemeint hat. Denn die Geschichte mit dem Wein klingt, selbst angesichts der warmen Klimaperiode zur Zeit dieser Wikingerreisen, nicht besonders glaubhaft. Allenfalls gibt es hier Beeren, die auch der Franzose Jacques Cartier, der im 16. Jahrhundert hier landet, als „wilden Wein“ bezeichnen wird. Wahrscheinlich verwechseln schon die Verfasser der Sagas das Wort Vinland (kurz gesprochenes i) mit Vínland (lang gesprochenes i). Letzteres heißt in der Tat „Weinland“, Ersteres aber „Weideland“.
Vikings-Voyages
Leif Eriksson und seine Leute überwintern in Vinland. Im Jahr darauf fahren sie nach Grönland zurück. Unterwegs retten sie den norwegischen Kaufmann Thorir und dessen Mannschaft, die als Schiffbrüchige auf einer Schäre gelandet sind. So erhält der Wikinger den Beinamen „Leif der Glückliche“.

Sein Bericht über Vinland sorgt zu Hause für ähnliche Aufregung wie gut 17 Jahre zuvor das „Grünland“ bei den isländischen Bauern. Um 1005 bricht sein Bruder Thorvald dorthin auf, 1006 sein Bruder Thorstein, 1010 der Kaufmann Thorfinn Karlsefni. Ein paar Jahrhunderte florieren die Wikingerkolonien. Dann versinken sie, wie die Grönlandsiedlungen, im Dunkel der Geschichte. Die Urheimat der Wikinger ist zu weit weg. Das Klima wird in den folgenden Jahrhunderten kälter. Und die Feinde sind in der Überzahl. Schon Bruder Thorvald wird das Vinland zum Verhängnis.

Er trifft an einer Küste drei Kanus mit neun schlafenden Menschen, Indianer oder Eskimos – skrælinger (Winzlinge), wie die hochgewachsenen Nordmänner sie nennen. Die Wikinger töten alle bis auf einen. Sie merken bald den schrecklichen Fehler, den sie da begangen haben. Der Überlebende holt Verstärkung, bald schwirren Hunderte von Pfeilen auf sie zu, und Thorvald wird tödlich getroffen. Es ist die erste Schlacht zwischen Weißen und amerikanischen Ureinwohnern. Jahrhunderte später werden ihr noch viele folgen.

Runen

Als Runen bezeichnet man die alten Schriftzeichen der Germanen. Der Sammelbegriff umfasst Zeichen unterschiedlicher Alphabete in zeitlich und regional abweichender Verwendung.

Runen können einerseits als Zeichen für jeweils einen Laut (oder im Fall der ng-Rune für eine Lautverbindung) geschrieben werden (Alphabetschrift), andererseits als Zeichen stehen für die jeweiligen Begriffe, deren Namen sie tragen. Daneben können sie Zahlen darstellen oder als magisches Zeichen verwendet werden. Abgesehen von einer kurzen Phase im hochmittelalterlichen Skandinavien wurde die Runenschrift nicht zur Alltagskommunikation verwendet und die Zeichenformen entwickelten sich nicht ausgerichtet auf eine flüssige Gebrauchsschriftlichkeit.

Verbreitung

Runen waren vom 2. bis zum 14. Jahrhundert n. Chr. überwiegend für geritzte und gravierte Inschriften auf Gegenständen und auf Steindenkmälern in Gebrauch. Ihre Verbreitung zeigt von Anfang an einen deutlichen Schwerpunkt in Südskandinavien (einschließlich Jütlands). In den anderen Siedlungsräumen germanischsprachiger Völker ist nur eine dünne Streuüberlieferung zu finden, die außerdem mit dem jeweiligen Einzug des Christentums zum Ende kommt. Die Christianisierung Nordeuropas hatte flächendeckend den Wechsel zur lateinischen Schrift zur Folge. Die Verwendung von Runen endete in Mitteleuropa vor 700 n. Chr. und in England im 10. Jahrhundert. Nur in den nordischen Ländern hielt sich der Gebrauch der Runenschrift bis ins 15. Jahrhundert. Die Runeninschriften in der Landschaft Dalarna in Mittelschweden, die bis in das 19. Jahrhundert reichen, entstammen einer gelehrten Tradition und zeugen nicht für eine lebendige Verwendung als Schriftsystem.

Der weitaus größte Teil der gut 6.500 bisher bekannten Runeninschriften[1] stammt aus dem Skandinavien der Wikingerzeit. Die ältesten Inschriften datieren aus dem 2. Jahrhundert und stammen aus Moorfunden in Schleswig-Holstein, in Jütland und Fünen in Dänemark, sowie in Südschweden. Als älteste Runeninschrift gilt derzeit der Name harja auf dem Kamm von Vimose, der in die Zeit 150–200 n. Chr. datiert wird. Die Fibel von Meldorf ist eine in Schleswig-Holstein gefundene bronzene Rollenkappenfibel (Gewandspange), die auf die Zeit zwischen 50 und 100 n. Chr. datiert wird. Sie ist damit zwar älter als der Kamm von Vimose, doch besteht die vierbuchstabige Inschrift nicht sicher aus Runen; ihre Lesung ist deshalb umstritten, es könnte aber eine Vorstufe der Runen sein.[2] Etwas jünger ist die auf einer eisernen Speerspitze eingeritzte Bezeichnung raunijaR (der Stamm raun- = ‚versuchen‘, ‚erproben‘). Die Spitze wurde in einem Grab aus der Zeit um 200 n. Ch. in Øvre Stabu (Oppland) Norwegen gefunden.[3]

Die Verwendung der Schrift war vor der Christianisierung in den germanischen Kulturen, die Runen gebrauchten, nicht tief verwurzelt; Schriftkulturen waren sie allenfalls ansatzweise. Schrift- und lesekundig war wie überall nur eine kleine Elite von Schreibern. Die Runenschrift entwickelte sich daher auch später nie zu einer Buch- und Urkundenschrift und erfasste niemals so weite Bereiche der Alltagskommunikation und des kollektiven Gedächtnisses wie die lateinische Schrift. Literatur, Liturgie, Geschichte und Recht wurden zunächst mündlich, später lateinschriftlich überliefert. Runen wurden vor allem für Inschriften zum Gedenken an Verstorbene oder an besondere Ereignisse, zur Weihe oder zum Verschenken von Gegenständen, als Besitzerangaben und als Münzinschriften verwendet. Im hochmittelalterlichen Skandinavien bildete sich, in Konkurrenz zur lateinischen Schrift, eine Art Gebrauchsschriftlichkeit in Runen aus.

Bezeichnungsherkunft

Die Etymologie des Wortes neuhochdeutsch Rune mit der Bedeutung ‚Schriftzeichen aus der den Germanen eigenen Schrift‘ ist nicht endgültig geklärt. Entweder ist es zu einer Wurzel urgermanisch *rūn- (u.a. fortgesetzt in gotisch runa; verwandt damit sind auch die deutschen Wörter raunen und Geraune) mit der Bedeutung ‚Geheimnis‘ zu stellen oder es gehört zu einer homonymen Wurzel *rūn- ‘Einritzung’. Das neuhochdeutsche Wort Rune stellt eine gelehrte Entlehnung aus der 2. Hälfte des 17. Jh.s aus dänisch rune ‚Buchstabe im alten Alphabet der Germanen’ dar (bei einer direkten Fortwirkung des alten Wortes wäre im Neuhochdeutschen die Lautung **Raune zu erwarten gewesen). Dennoch ist die Bezeichnung der germanischen Schriftzeichen mit dem urgermanischen Wort *rūnō- bereits alt; sie findet sich schon in der Runeninschrift auf dem Stein von Einang (ca. 350-400) als akk. sg. runo. Außerhalb der Runeninschriften findet sich das Wort latinisiert in einem Gedicht (um 565) von Venantius Fortunatus (Carmina VII, 18), der im fränkischen Merowingerreich mit Runen in Berührung gekommen sein könnte: Barbara fraxineis pingatur rhuna tabellis / quodque papyrus agit virgula plana valet („Die Rune der Barbaren mag man auf eschene Tafeln zeichnen; was der Papyrus vermag, tut der geglättete Zweig“). Von den Buchenstäben, auf die die Runen geritzt wurden, leitet sich das Wort Buchstabe ab.

Ursprung

Die Runen sind vermutlich weder unabhängig entstanden, noch sind sie von den Germanen als fertiges Schriftsystem übernommen worden, sondern wurden weitgehend eigenständig nach Vorbildern südeuropäischer Schriften entwickelt. Sie treten allerdings schon sehr früh als komplettes Alphabet mit 24 Buchstaben auf. Vor allem die lateinische Schrift, aber auch die zahlreichen vom Lateinischen verdrängten und untergegangenen Schriften des keltisch-alpin-italischen Raums kommen als Vorbilder in Betracht. Runen gehen damit – sowohl in ihrem Prinzip einer Buchstabenschrift als auch in der Form vieler Lautzeichen – letztlich auf die große phönizisch-aramäische Familie von Alphabeten zurück, die im 1. Jahrtausend v. Chr. im Gebiet des Libanon und Syriens entstanden sind und zu denen auch alle heutigen europäischen Schriften gezählt werden.

Der Ursprung der Runenschrift ist zeitlich und räumlich kaum zu erhellen, weil die ältesten Belege eben bereits einen etablierten Satz von Zeichen präsentieren. Das erste gesicherte Auftreten von Runen, und zwar auf der Halbinsel Jütland (südlich bis ins heutige Schleswig-Holstein) sowie in Schweden, fällt in die zweite Hälfte des 2. Jahrhunderts (Gegenstände wie z. B. Waffen aus Mooropferplätzen in Jütland wie Vimose, Illerup Ådal, Nydam, Thorsberg). Vorstufen der Schrift, an denen ihre Entstehung nachzuvollziehen wäre, konnten nicht zweifelsfrei identifiziert werden. Das äußerliche Charakteristikum der Runen ist die Vermeidung waagrechter und gebogener Linien, was früher immer wieder die Vermutung aufkommen ließ, dass es sich um eine Buchstabenumformung handelt, die dazu geeignet sein sollte, vor allem in hölzernes Material geritzt zu werden. Man nahm folglich an, dass Vorstufen der Runen nur deshalb nicht bewahrt sind, weil ihr mutmaßlicher Träger Holz sich schlechter als Metall erhalten hat. Neuere Funde (z. B. Moorfunde von Illerup Ådal, Dänemark) zeigen jedoch auch gerundete Formen (z. B. bei der Odal-Rune) auf metallenen Waffenteilen.

 

 

Erik der Rote

Erik der Rote.Wegen Totschlags wird der Wikinger drei Jahre aus Island verbannt. Erik der Rote geht auf Entdeckungsfahrt nach Westen und landet an der Küste Grönlands. Mildes Klima und reiche Jagdbeute locken bald weitere Siedler an.

Im Norden sind die Sitten rau. Halb Europa macht ab dem 9. Jahrhundert diese Erfahrung. Kräftige Männer mit schnellen Schiffen tauchen aus Skandinavien an den Küsten des Kontinents auf. Sie plündern ganze Städte, legen sie in Schutt und Asche. So schnell, wie die Räuber auftauchen, sind sie auch wieder verschwunden. Auf dem Meer, so scheint es, fühlen sie sich wie zu Hause.
Das Volk der Wikinger ist von der Natur nicht verwöhnt. In seiner Urheimat, an Norwegens engen, windgepeitschten Fjorden, kämpfen Bauern, Fischer und Viehzüchter um eine karge Existenz. Da sind die Sitten so hart wie das Leben.

Thorvald Asvaldsson hat einen Menschen erschlagen. So berichten es zwei sagas, wie die Wikingerchroniken heißen, die zwei bis drei Jahrhunderte später entstehen. Deswegen muss der Täter Norwegen verlassen. Um das Jahr 950 steigt er mit seiner Familie ins Boot und sucht ein neues Leben in der Ferne. Wikinger fürchten die Weite des Meeres nicht – sie verbinden Hoffnungen damit.
Thorvald landet auf Island, wohin Wikinger schon 874 gekommen sind. Die besten Siedlungsplätze sind schon vergeben, die Zahl der Einwanderer nähert sich 50000. Thorvald muss daher nach Hornstrandir ausweichen, in eine öde, felsige Nordwestecke der Insel. Sein Sohn Erik aber, bei der Ankunft elf Jahre alt, wird seine Lage verbessern können. Als er Thjodhild heiratet, bringt sie eine ordentliche Mitgift mit. Damit kann sich das Paar einen neuen Hof im fruchtbaren Haukatal errichten.

Die Sitten aber sind auch in Island rau. Und Erik der Rote, wie die Leute ihn wegen seiner Haarfarbe nennen, hat das Temperament des Vaters offenbar geerbt. Seine Knechte, so eine saga, haben auf Valthjofs Hof «Erdmassen herabstürzen» lassen. Dafür werden sie von Eyjolf Rot, einem Verwandten Valthjofs, getötet. Erik seinerseits kann das nicht ungerächt lassen. Kurzerhand erschlägt er den Mörder und noch dazu einen freien Mann namens Holmgang-Hrafn.

Eyjolfs Verwandte bringen den Fall vor den für dieses Gebiet zuständigen Thing. Das Urteil lautet, dass Erik der Rote das Haukatal verlassen muss. Er sucht sich Öxney, die Ochseninsel, für seinen neuen Hof aus. Sie liegt ein Stück weiter im Westen vor der Küste, an der Mündung des Hvammsfjord in den Breidafjord. Bis der neue Hof fertig ist, wohnt die Familie in einer provisorischen Hütte.
Bettpfosten werden nun sein Schicksal. Für jeden Wikinger sind sie ein kostbares Erbstück, das von einer Generation an die andere übergeht. Erik hat dem Nachbarn Thorgest die Pfosten bis zur Fertigstellung des neuen Hofs geliehen. Thorgest aber hat sie offenbar als Geschenk betrachtet – und weigert sich nun, sie zurückzugeben.

Eigentlich ist das wieder ein Fall für den Thing. Erik der Rote aber geht nicht den Rechtsweg. Er nimmt die Sache wieder selber in die Hand. Als Thorgest nicht auf seinem Hof ist, holt er sich die Pfosten. «Doch Thorgest setzte ihm nach», so die Chronik. «Sie schlugen sich nahe beim Hofe Spitzklipp. Dort fielen zwei von Thorgests Söhnen und einige andere Männer.» Und damit wird Erik der Rote ein zweites Mal vor den Thing gezerrt. Das Gericht fällt im Mai 982 einen milden Spruch und erkennt nur auf die Mindeststrafe: drei Jahre Verbannung von Island.

Wie sein Vater sucht auch Erik der Rote sein Heil im Westen. Er packt seine Sachen in ein Schiff, das hochseetüchtig ist. Es hat einen Kiel aus Eiche, Taue aus Walrosshaut und Segel aus Wolle, die mit einer rautenförmigen Lederbespannung überzogen sind, um ein Ausbeulen zu verhindern. Eine Mannschaft von 15 Männern und fünf Sklavinnen legen sich in die Ruder. So sticht das Schicksalsboot in See.
Die Wikinger haben einen Messstab, mit dem sie zu bestimmten Tageszeiten den Sonnenstand und dadurch die geographische Breite ermitteln können. Sie lassen auch Bastfäden am Flaggenstab in der Luftströmung wehen. So kann der Steuermann die Windrichtung feststellen und das Schiff auf Kurs halten, indem er den Winkel zwischen den Fäden und der Längsachse des Boots im Auge behält.

Erik der Rote hat ein Ziel, das er vom Hörensagen kennt. Jäger haben auf Island mehrfach von Land berichtet, das sie im Westen gesichtet hätten. Ein gewisser Gunnbjörn will dorthin verschlagen worden sein, als er mit seinem Schiff vom Kurs abkam. Nach einer Fahrt von mehr als 800 Kilometern blicken die Wikinger tatsächlich auf eine Küste. Sie ist kahl und abweisend, ein dunkelblauer Gletscher steigt hinter ihr hoch. Sie segeln die Küste entlang nach Süden, umfahren wahrscheinlich das Kap Farvel und folgen dem Landstrich Richtung Nordwest – und allmählich wird der Boden grün.
Erik der Rote und seine Leute haben das Glück, ihre Fahrt in einer Zeit zu unternehmen, die Wissenschaftler später als das „Kleine Klimatische Optimum“ bezeichnen werden. Es hat um 970 begonnen und wird noch bis 1200 dauern. Während dieser Epoche steigen die Temperaturen in dieser Region deutlich an, die Vegetationsgrenze verschiebt sich um 500 Kilometer nach Norden. Die Ankömmlinge aus Island bauen sich ein Winterquartier auf einer kleinen Insel vor der Küste.

Im folgenden Sommer beginnen sie, das neue Land zu erkunden. Sie finden keine Menschen, wohl aber menschliche Spuren: Grundrisse von Inuit-Häusern, die vor vielen Jahrhunderten errichtet wurden. Irgendwann zwischen 500 und 800 haben sie die Gegend wohl wieder verlassen, weil das Klima feucht und ungemütlich wurde. Die Wikinger fahren noch weiter hoch nach Norden, erblicken breite Fjorde und Grashänge. Es gibt zwar keine Bäume, doch ständig wird Treibholz hierher gespült. Dieses Land, erkennt Erik der Rote, ist unsere Zukunft.

Von Neugierde getrieben, gehen sie noch einmal auf Westkurs. Nach fast 450 Kilometern stoßen sie erneut auf eine Küste. Sie gehört zu einer Insel, die Jahrhunderte später den Namen Baffinland erhalten wird. Da sie alles andere als einladend ist, kehren die Wikinger zu den fetten Weiden zurück. Doch sie haben den Reichtum gesehen, den alle Gewässer und Küstenstriche hier bergen: Eisbären und Polarfüchse mit prächtigen Fellen, Narwale und Walrösser mit mächtigen Zähnen. Dies alles lässt sich – Wikinger sind auch gute Kaufleute – für viel Geld nach Europa bringen.

Nach den drei Jahren Verbannung kommt Erik der Rote 985 wieder in Island an. Er schwärmt von den neuen Siedlungsplätzen – und nennt sie „Grünland“, um seinen Landsleuten die entdeckten Gestade schmackhaft zu machen. Schon ein Jahr später sticht eine ganze Wikingerflotte Richtung „Grünland“ in See: 25 Schiffe mit 500 bis 700 Insassen. Sie geraten in fürchterliche Stürme, elf Schiffe gehen dabei unter. Die verbliebenen 14 aber schaffen es. Die ersten 300 Wikinger lassen sich 986 auf Grönland nieder. An der Westküste gründen sie die Siedlungen Eystri byggd und Vestri byggd (Östliche und Westliche Siedlung). Ihre Höfe liegen meist an Fjorden, stets an Bächen, rund 50 Meter über dem Meer – mit einem herrlichen Blick auf das Wasser.

Rund zehn Häuptlinge gehören zu den Männern der ersten Stunde. In dem berühmten Landnamabok werden einige von ihnen erwähnt: Sölve vom Sölvedal, Herjolf vom Herjolfsfjord, Ketil vom Ketilsfjord, Hrafn vom Hrafnfjord. Doch ihr unangefochtener Führer ist Erik der Rote. Er hat sich vom Raubein zu einem weitsichtigen Kolonisatoren gewandelt. Sein Hof Brattahlid, 15 Meter lang und 4,2 Meter breit, ist der größte in Grönland. Er hat Platz für 40 Stück Vieh und wird von einem Bach geradewegs durchflossen. «Erik der Rote wohnte auf Steilhang», berichtet die Chronik. «Man wertete ihn sehr hoch, und alle beugten sich vor ihm.»

Mit der Einführung des Christentums, die im Jahr 1000 beschlossen wird, will er nichts zu tun haben. Seine Frau konvertiert zu der neuen Religion und baut sich etwas abseits vom Hof aus Torfsoden eine kleine Kapelle. Erik der Rote aber bleibt bei den alten Göttern.
Das Lebenswerk, das Erik der Rote hinterlässt, zieht immer mehr Wikinger an; ihre Zahl steigt bis auf 3000. Die Kolonie Grönland wird ein paar Jahrhunderte Bestand haben, ehe dort die Nordmänner aussterben und ihre Kultur in der Geschichte versinkt. Erik der Rote aber, Grönlands Entdecker, hat sich in der Landschaft verewigt. Er hat einen Fjord und eine Insel auf seinen Namen getauft.

Karte des Nordatlantiks von Skandinavien bis Grönland von 1573  (u.a. Frisland)

Karte des Nordatlantiks von Skandinavien bis Grönland von 1573 (u.a. Frisland)

Harald Blauzahn

Harald war ein Sohn Gorms des Alten und seiner Frau Thyra Danebod. Nach dem Tod seines Vaters folgte Harald ihm als König nach. Der betreffende Zeitpunkt ist in der Forschung umstritten. Teilweise wird aufgrund von Quellenaussagen die Zeit um 936 angenommen, doch deuten dendrochronologische Untersuchungen einer Holzkammer in Gorms vermuteten Grab in Jelling auf 958 hin.[2]

Harald fiel als Wikingerführer mehrmals in die Normandie ein, wo er 945 Richard den Furchtlosen unterstützte, indem er Ludwig IV. gefangen nahm und ihn zwang, Richards Herrschaft anzuerkennen. Harald erkannte 948 die deutsche Hoheit an und gründete die Bistümer Aarhus, Ripen und Schleswig, wodurch die Christianisierung Skandinaviens begann. 950 gründete er Jomsburg (auch bekannt unter Julin, Jumne, Wollin) im späteren Pommern.

Nach einer gescheiterten Rebellion gegen das Heilige Römische Reich unter Otto I. ließ sich Harald um 960 am Poppostein taufen. Harald gelang es, die dänische Südgrenze bis zur Eider-Schlei-Zone vorzuschieben. Dadurch konnte er das Stammeskönigtum Dänemark zum Süden − in das spätere Herzogtum Schleswig hinein − erweitern.[3] 974 verlor er nach erneuter Rebellion Schleswig an Kaiser Otto II..

Harald verbündete sich mit den Söhnen des von Håkon dem Guten vertriebenen Erik Blodøks. Nach dem Tode Håkons des Guten besetzte er Süd-Norwegen und wurde König von Norwegen.[4] Unter seiner Herrschaft setzte er die Söhne von Erik Blodøks zu Jarlen ein, unter anderem Harald Gråfell. Diese töteten Sigurd Ladejarl, den ehemaligen Verbündeten von Håkon dem Guten. Damit begann die lange Feindschaft zwischen dem Geschlecht Harald Hårfagres und den Ladejarlen. Als sie aber zu selbstherrlich wurden, wechselte Harald Blauzahn die Partner und verbündete sich mit Håkon Sigurdsson, Sohn des ermordeten Sigurd Ladejarl, und dieser wurde sein Vasall. Im Jahre 983 unterstützte Harald den großen Slawenaufstand.

Grab von Harald Blauzahn im Dom von Roskilde

Harald hatte Dänemark erstmals unter einer Krone geeint. Für diesen Einigungsprozeß nahm er als Christ die Hilfe der Kirche in Anspruch. Dadurch kam es zu Konflikten mit seinem Sohn Sven I. Gabelbart, der sich weiterhin als ein Wikinger sah. Eine auf der Ostsee geführte Auseinandersetzung zwischen Vater und Sohn, der legendären Seeschlacht von Helgenes um 986, wahrscheinlich bei Bornholm, endete zugunsten des Königssohnes Sven, da er von den Jomswikingern unterstützt wurde. Nach nordischen Quellen, so der Jómsvíkinga saga, Knýtlinga saga und Heimskringla, traf während einer nächtlichen Kampfpause an Land den König ein Pfeil aus dem Hinterhalt, der ihn schwer verwundete. Harald Blauzahn konnte mit Getreuen aus der Schlacht entkommen und sich an Pommerns Küste retten. Allerheiligen 985 oder 986 starb er in Jomsburg oder Jumne.[5] Sein Sohn trat als König von Dänemark die Nachfolge an.[6] Haralds Leichnam wurde nach Adam von Bremen (II/25, S. 106f) nach Roskilde in die von ihm erbaute Kirche überführt.

Beiname

Die Herkunft des Namenszusatzes „Blauzahn“ oder „Schwarzzahn“ ist unklar und daher Gegenstand zahlreicher Spekulationen und Volksetymologien. Dass sich die Bezeichnung auf die Farbe der Zähne des Königs bezog, ist unwahrscheinlich. Nichtsdestoweniger verarbeitete der schwedische Schriftsteller Frans G. Bengtsson das Zahnmotiv in einem Kapitel seines Romans Die Abenteuer des Röde Orm.

Der erste Bestandteil des Kompositums kann sicher auf die altnordische Farbbezeichnung blár zurückgeführt werden, die sowohl für „dunkelblau“ als auch für „schwarz“ bzw. „bleifarben“ steht.

Unsicherheit besteht bezügl. des Bestandteils -tönn „Zahn“. Plausibel erscheint die Auffassung als sog. Heiti-Metapher für ein Schwert. Andere Historiker vermuten, dass er mit dem Wort þegn „Freisasse, Untertan; Dolch“ (vgl. engl. thane und chieftain) in Verbindung zu bringen ist.

Liste der Ehefrauen und Kinder

Ehefrauen:

  • Gunhild
  • Tove von Mecklenburg (Tochter des Obodritenfürsten Mistiwoj)
  • Gyrthe von Schweden (Gyrid)

Kinder:

Der Funkstandard Bluetooth, welcher in modernen Mobiltelefonen weit verbreitet ist, wurde nach Harald Blauzahn benannt.[8] Das Logo zeigt die zusammengerückten Initialen HB in Runenform.

Bastille Things We Lost In The Fire


Dinge, die wir in den Flammen verloren haben
Dinge, die wir nie wieder sehen werden
Alles was wir angesammelt haben
Liegt vor uns, zu Asche zerfallenDas sind die Dinge, die Dinge die wir verloren haben
Die Dinge die wir verloren haben im Feuer, Feuer, Feuer
Das sind die Dinge, die Dinge die wir verloren haben
Die Dinge die wir verloren haben im Feuer, Feuer, Feuer

Wir saßen und machten eine Liste

Bastille Things We Lost In The Fire  Übersetzung

 

Von all den Dingen die wir haben
Auf den Unterseiten von Tischplatten
Ticketscheine und deine Tagebücher
Eines Tages lese ich sie alle
Als die Einsamkeit kam und du weg warst
Oh, sie erzählten mir nichts neues,
aber ich liebe es die Wörter zu lesen die du benutzt hast

Das sind die Dinge, die Dinge die wir verloren haben
Die Dinge die wir verloren haben im Feuer, Feuer, Feuer
Das sind die Dinge, die Dinge die wir verloren haben
Die Dinge die wir verloren haben im Feuer, Feuer, Feuer

Ich war das Streichholz, du warst der Stein
Vielleicht haben wir dieses Feuer entzündet
Wir saßen getrennt und sahen an,
Was wir alles auf dem Scheiterhaufen verbrannt haben

(Du hast gesagt) wir wurden ohne alles geboren
Und wir haben jetzt todsicher auch nichts
(Du hast gesagt) wir wurden ohne alles geboren
Und wir haben jetzt todsicher auch nichts

Das sind die Dinge
die Dinge die wir verloren haben
die Dinge die wir verloren haben im Feuer, Feuer, Feuer
Das sind die Dinge
die Dinge die wir verloren haben
die Dinge die wir verloren haben im Feuer, Feuer, Feuer

Flammen leckten die Wände
Zärtlich verwandelten Sie alles, was ich anbetete zu Staub