Winterfest der Wikinger “Julfest”

Julfest

An Stelle des großen Winterfestes der Wikinger, das in den 12 geweihten Nächten zum Gedächtnis der Verstorbenen gefeiert ward, trat das christliche Familienfest, dessen Namen noch an jene Weihnächte erinnert, wie auch die Weihnachtsgeschenke und Gebäcke aus heidnischer Zeit übernommen sind.cropped-Shiva-Tannenbaum_bearbeitet-8.jpg

Wie in heidnischen Tagen wird das frische Grün der Buche und Birke auch später gern zur Verschönerung der Feste geholt. Und wie der Haselnußstrauch gilt die einst auf der Thingstätte beliebte Stechpalme noch heute als unentbehrlicher Bestandteil des Palmsonntag-Barmens, in dem auch die Holunderkreuzlein auf der Haselgerte nicht fehlen dürfen. Der Haselnußstrauch, aus dem man die Wünschelrute schnitt, ist der Muttergottes geheiligt, die nach der heimatlichen Sage in seinem Schatten gerastet und bei ihm Schutz vor Ungewitter gesucht hat, weshalb man bei Blitzgefahr am sichersten unter den Haselstrauch flieht. Um Schutz gegen böse Wetter zu erlangen, verbrennt das fromme Mütterlein ein paar dürre Kräuter aus dem Blumenstrauß, den man an Maria Himmelfahrt der Himmelskönigin weiht. Auch hier haben wir es mit Vorstellungen zu tun, die bis tief in die vorchristliche Zeit unseres Volkes zurückreichen und hierin wird eine Sitte aufrecht erhalten, die das Christentum aus der alten Zeit nur umgedeutet hat. Bei einigen Kräutern sind christliche Beziehungen aufgenommen werden. Das gelbe Labkraut heißt daher unserer lieben Frau Bettstroh, weil das Jesuskindlein in der Krippe auf solchem Kraute lag und das Johanniskraut soll seine Heilkraft daher haben, weil es von der Mutter Gottes berührt wurde, als sie über das Gebirge ging. Bei den Kräutern handelt es sich vielfach um solche, die wegen ihrer Heilkraft den alten germanischen Göttern heilig waren. Wermut, Raute, Knoblauch erhalten durch die „Würzweihe” erhöhte Kraft. Wie jene dürfen unter den sechsunddreißig Kräutern und Blumen, die nach altererbter Tradition in einen Palmen gehörten, auch Seidelbast und Baldrian dessen Name an den lichten Balder erinnert, nicht fehlen, während jener, wie der bei uns übliche Name Unserfrauen -Zilata verrät, Marien geheiligt war. Wie schon dessen allgemeiner Name aus Ziulindebast entstellt ist, findet sich auch in seinen einheimischen Benennungen: Zialand, Zilinder und Zilata überall das volksetymologisch umgebildete Ziu-lantha (dem Ziu heilig) erhalten. An anderen Orten wird Zialand in den Osterpalmen genommen.

 

Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest, das je nach religiöser Zuordnung zwischen der Wintersonnenwende und Anfang Februar gefeiert wird. In den skandinavischen Sprachen heißt Weihnachten heute jul oder jol, im Finnischen joulu, im Estnischen jõulud, im Englischen besteht der Begriff Yule, im Niederländischen Joel und auf Sölring (Sylter Friesisch) heißt es Jül oder Jööl.

Die frühe Geschichte des Julfestes ist sehr umstritten. Die Meinungen reichen von der Leugnung eines vorchristlichen Julfestes bis zu Rekonstruktionsversuchen aus späteren Bräuchen. Dabei wird die Zuverlässigkeit der altwestnordischen Quellen unterschiedlich bewertet. Auch ist umstritten, wie weit man Berichte über Winteropfer mit dem Julfest in Verbindung bringen darf, um vorchristliche Riten zu beschreiben. Das zeigt sich an der unterschiedlichen Bewertung von Snorris Schilderung des Opfers in Tröndelag, zu dessen Teilnahme König Håkon der Gute gezwungen wurde.[6]

Es ist aber unstrittig, dass das Wort selbst vor der Christianisierung in Gebrauch war. Die Kirche hatte vergeblich versucht, das Wort durch andere Begriffe zu ersetzen (Norrøn: „Dróttins burðar tíð“, Altschwedisch: „gudz födzlo hötidh“). Die altenglischen, nordischen und gotischen Belege stammen alle aus christlicher Zeit und stehen fast durchweg in christlichem Kontext. Es ist daher schwierig, aus den knappen Quellen der altnordischen Literatur ein Bild der verschiedenen Feste zu gewinnen. Das gilt für das erwähnte „alfablót“ der Skandinavier und die „Nacht der Mütter“ bei den Angelsachsen. Der Rückschluss von späteren Bräuchen begegnet der starken Wandlungsfähigkeit solcher Bräuche und ihrer Fähigkeit, sich andere Elemente anzueignen.[7]

Generell ist zu beachten, dass Sitten und Bräuche, die an die römischen Kalendae-Feste gekoppelt waren, alsbald in volkstümliche christliche Feiern aufgenommen wurden und sich im Zuge der Christianisierung über ganz Europa bis in den Norden ausbreiteten. Dazu gehören Bräuche mit Vermummungen und die Sitte, sich zu Silvester zu beschenken, was später auf das Weihnachtsfest überging.[8]

Der altisländische Kalender lebte neben dem kirchlichen Kalender nach der Christianisierung noch eine Weile fort. Er wurde allmählich dem julianischen Kalender angeglichen. Das geschah bis zum 12. Jahrhundert. In einer komputistischen Abhandlung aus dem 13. Jahrhundert findet man noch „ýlir“, eine Ableitung für „jól“, für den zweiten Wintermonat. In jener Zeit bezeichnete „ýlir“ die Zeit vom 14. November bis 12. Dezember.[9] Die gotischen und altwestnordischen Monatsnamen „juleis“ und „ýlir“ sind bereits dem kirchlichen Kalender angepasst und besagen nur, dass das Julfest zwischen Mitte November und Mitte Januar lag.

Im Altnordischen sind „Júl“ und „Jól“ nachgewiesen, im Finnischen als Lehnwort „juhla“ und „joulu“, wobei „juhla“ ganz allgemein „Fest“ bedeutet, während das später übernommene „joulu“ von vornherein für das christliche Fest reserviert war. In der weiteren Bedeutung umfasst „jól“ ganz allgemein das Festmahl, z. B. in der Kenning „Hugins jól“ = „Trinkgelage des Raben“. In vorchristlicher Zeit – also zu der Zeit, bevor das Christentum in Skandinavien offiziell eingeführt wurde – wurde Jól zur Mittwinternacht durch Opfer gefeiert. Zu diesem Wort gehört auch „jóln“ (neutrum plural) = Götter und „Jólnir“, ein Name Oðinns. Das bedeutet „Herr der Götter“, möglicherweise auch „Herr des Jólfestes“, denn die Flateyjarbók berichtet, dass die Heiden das Julfest zu Ehren des Oðinn feierten. Man kann dem nicht mehr entnehmen, als dass auch Oðinn im Julfest eine nicht näher bestimmbare Rolle gespielt hat. Gleichwohl ist die Etymologie zweifelhaft. Eine andere Herleitung stellt Jul zu „él“, was „Schneegestöber“ bedeutet.[1] [2]

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Julfest

Über Denis

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